Bei der Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung den Sorgen entgehen

Beleuchtung, Räder und Lenkung geprüft : Tipps zur Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung

So manchem Auto- und Motorradbesitzer bereitet der anstehende Termin zur Hauptuntersuchung (HU) Stress. „Wird mein Fahrzeug ohne Beanstandung die Untersuchung bestehen, werden Mängel festgestellt, muss ich wiederkommen“, lauten erfahrungsgemäß die Überlegungen.

„Das muss jedoch nicht sein“, beruhigt Eberhard Lang von TÜV Süd in München. Wer sich darauf konzentriert, worauf es bei der Fahrzeugprüfung ankommt und was die Sachverständigen ins Augenmerk nehmen, kann sich beruhigt auf die Fahrt machen. Welche Prüfpositionen man vorbereitend selbst abarbeiten kann, hat TÜV Süd in einer Checkliste zusammengestellt (http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1329474197705233710079/checkliste-hu-pkw.pdf) und eine kostenlose Termin-Erinnerung per Mail kann man sich ebenfalls installieren.

„Von den Sachverständigen unter die Lupe genommen wird die Verkehrssicherheit und Vorschriftsmäßigkeit, nicht der Betriebszustand“, räumt Lang mit einem Missverständnis auf. Im Klartext: Wirbt beispielsweise ein Gebrauchtwagenhändler mit einer frischen HU, muss deshalb noch lange nicht das Fahrzeug in tadellosem Zustand sein.

Im Rahmen von Sicht-, Funktions- und Wirkungsprüfungen werden die gesamte Beleuchtung, Räder und Bereifung, Korrosion an Bauteilen sowie die Flüssigkeitsstände und Dichtheit der Aggregate in Augenschein genommen. Hinzu kommen die Kontrollen von Lenkung und Lenkspiel, Bremsen sowie den Ausrüstungen des Autos. Dazu zählen Rückspiegel, Kennzeichen und Plaketten sowie Signaleinrichtungen wie die Hupe. „Insbesondere die sicherheitsrelevanten Ausstattungen sollte man auch zwischen den HU-Terminen im Blick behalten“, empfiehlt Lang. Darunter fallen unter anderem Veränderungen am Fahrzeug und ihr ordnungsgemäßer Eintrag in die Fahrzeugpapiere oder aber einfach nur die funktionstüchtige Anhängersteckdose.

Eingeführt wurde die Hauptuntersuchung in Deutschland im Dezember 1951 für alle zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge sowie Anhänger. Nach und nach etablierten sich ähnliche Regelungen in anderen Staaten. Seit Mai 2009 regelt eine entsprechende Richtlinie (2009/40/EG) für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Durchführung regelmäßiger Kontrollen der Kraftfahrzeugsicherheit sowie der Motoremissionen. In Deutschland finden sich die entsprechenden Regelungen in Paragraf 29 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). So soll sichergestellt werden, dass keine Fahrzeuge mit Sicherheitsmängeln am Straßenverkehr teilnehmen. „Im Laufe der Jahre und parallel zur technischen Entwicklung wurden die Prüfkataloge immer wieder angepasst“, erläutert der TÜV SÜD-Experte die Geschichte der HU. Für die Abgasuntersuchung (AU) im Rahmen der HU-Prüfung gilt beispielsweise seit diesem Jahr, dass die Messung der Abgase am Endrohr wieder vorgegeben ist.

(amv)