Karlsruhe: Autoversicherung verweigert Zahlung bei Trunkenheit

Karlsruhe: Autoversicherung verweigert Zahlung bei Trunkenheit

Wer mit mehr als drei Promille Auto fährt, muss damit rechnen, dass die Versicherung bei einem Unfall keinen Cent zahlt. Die Begründung ist einfach: Der Schaden wurde grob fahrlässig herbeigeführt. Das entschied der Bundesgerichtshof.

Die Versicherung ist auch nach Abschaffung des früheren „Alles-oder-nichts-Prinzips” nicht verpflichtet, einen Teil des Schadens zu tragen, sondern kann die Leistungsquote auf Null setzen.

Entscheidend ist lediglich, dass die Versicherung die Umstände des Einzelfalles abwägt: Denn die Trunkenheitsfahrt alleine rechtfertigt pauschal keine Leistungskürzung auf Null, vielmehr sind mildernde Umstände des Fahrers zu berücksichtigen. Ist das jedoch passiert, steht einer vollen Leistungskürzung nichts entgegen.(Aktenzeichen: BGH IV ZR 225/10)