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Koblenz: Auf Autobahnen besser an Richtgeschwindigkeit halten

Koblenz : Auf Autobahnen besser an Richtgeschwindigkeit halten

Auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit halten sich Fahrer besser an die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Denn wer deutlich schneller fährt, muss mit einer Teilschuld rechnen, wenn er in einen Unfall verwickelt wird.

Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz hervor (Az.: 12 U 313/13). Die Richter sehen in der massiven Überschreitung der Richtgeschwindigkeit eine erhebliche Gefahr, weil es dann in der Regel nicht möglich sei, auf schwierige Verkehrssituationen so zu reagieren, dass sich ein Unfall vermeiden lässt.

In dem verhandelten Fall war ein Autofahrer auf einem Autobahnabschnitt ohne Tempolimit mit rund 200 km/h auf der Überholspur unterwegs, als ihm ein anderer Wagen im Bereich einer Auffahrt in die Quere kam. Dessen Fahrer war verkehrswidrig direkt von der Einfädelspur auf die Überholspur gewechselt und hatte den Raser gerammt.

Trotz dieses schweren Fahrfehlers sahen die Richter die Schuld zu 40 Prozent bei dem eiligen Autofahrer. Hätte er sich an die Richtgeschwindigkeit gehalten, sei der Unfall mit einer mittelstarken Bremsung vermeidbar gewesen.

(dpa)