Dynamischer und gestreckter: Audi stellt mit dem Q3 Sportback ein SUV Coupé vor

Dynamischer und gestreckter : Audi stellt mit dem Q3 Sportback ein SUV Coupé vor

Nach dem Q8 in der Oberklasse legt Audi jetzt mit dem Q3 Sportback auch im Kompaktsegment ein SUV Coupé auf. Das Platzangebot ist fast identisch mit dem Q3.

Auf den ersten Blick erscheint der Q3 Sportback erheblich länger als der Q3. Dabei misst das Coupé lediglich 1,6 Zentimeter mehr als das Ende 2018 eingeführte Schwestermodell. Doch die um drei Zentimeter flacher gezogene Dachlinie, die damit stärker geneigte A-Säule sowie die schräg abfallende Heckpartie lassen den Sportback wesentlich gestreckter, mithin dynamischer wirken. Zu letzterem trägt die nach unten verschobene Schulterlinie bei. Damit haben die Designer den optischen Schwerpunkt des Wagens abgesenkt. Oberhalb der hinteren Radhäuser wurden die Schultern besonders hervorgehoben. Das sorgt für einen kraftvollen Auftritt.

Der wird zusätzlich durch die Beplankungen der Kotflügel sowie stark ausgeformte Seitenschweller ebenso betont wie durch die in einigen Bereichen nach innen gewölbten Flanken. Die Designer sprechen hier von einem Undercut. Bei der Basis-Ausstattung sind die Anbauteile im unteren Bereich der Karosserie in der Kontrastfarbe Manhattangrau lackiert. Beim S-line-Exterieur sind Stoßfänger, Radlaufblenden und Schwellerleisten ebenfalls farbig hervorgehoben.

Generell ist der Vorderwagen des Sportback mit dem Q3 identisch. Geprägt wird die Front von dem achteckigen Singleframe, der die Zugehörigkeit zur neuen Audi Q-Familie unterstreicht. Um die sportliche Ausrichtung der Coupé-Version auszudrücken, ist der Grill nicht mit vertikalen Streben, sondern mit einem schwarzen Gitter mit Wabenstruktur, eingefasst von einem silbernen Rahmen, bestückt. Am Heck, das von einem langgezogenen Dachkantenspoiler sowie einem Diffusor dominiert wird, nehmen LED-Rücklichter die Grafik der Scheinwerfer auf.

Im Innenraum herrschen ähnliche gute Platzverhältnisse wie im Q3. Das gilt vor allem auch für die Rückbank, auf der trotz des nach hinten abfallenden Coupédachs Personen bis zu einer Körpergröße von 1,85 Metern noch ausreichend Kopffreiheit haben. Die hintere Sitzanlage ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt. Die Teilstücke lassen sich unabhängig voneinander um bis zu 13 Zentimeter in der Länge verschieben, die Lehnen in sieben Stufen in der Neigung verstellen. Das steigert den Komfort und erhöht zudem die Variabilität des Ladeabteils. Das ist mit einem Volumen von 530 Litern hinter den Sitzen mit dem des Q3 identisch. Bei vorgeklappten Lehnen wächst der Stauraum auf bis zu 1.400 Liter – das sind dann aufgrund des flacheren Dachverlaufs 125 Liter weniger als im Q3

Wie Front und Heck haben die Designer auch den in mehreren Ebenen aufgebauten Armaturenträger optisch in die Breite gezogen. Ein Rahmen um das Cockpit nimmt die Form des Singleframes auf. Schon bei der Serienausstattung MMI Radio inklusive Bluetooth gibt es ein digitales Kombiinstrument mit 10,25 Zoll Diagonale, das der Fahrer über das Multifunktionslenkrad bedienen kann. Beim Top-System, der MMI Navigation plus, erscheinen die Anzeigen im Audi virtual cockpit, das viele zusätzliche Funktionen bietet. Dazu gibt es ein MMI touch-Display in der Mitte der Instrumententafel. Es hat eine Diagonale von 10,1 Zoll und liefert beim Anwählen einer Funktion eine akustische Rückmeldung. Schalter und Drehknöpfe gibt es lediglich für Klimaanlage und die Lautstärkeregelung des Infotainmentsystems. Zwei USB-Anschlüsse sind serienmäßig vorhanden.

Die MMI Navigation plus im Audi Q3 Sportback ist aus den großen Audi-Modellen übernommen. Mit an Bord sind dann ebenfalls die Online-Dienste von Audi connect mit LTE Advanced-Geschwindigkeit über eine fest installierte SIM-Karte. Als optionale Erweiterung gibt es das Paket Audi connect Navigation & Infotainment plus.

Zum Marktstart Ende Oktober/Anfang November stehen zunächst ein Benziner und zwei Diesel-Aggregate zur Wahl. Der 2.0 TFSI im Audi Q3 Sportback 45 TFSI quattro ist mit 230 PS der leistungsstärkste Motor. Die beiden 2.0 TDI haben 150 PS im 35 TDI und 190 PS im Q3 Sportback 40 TDI quattro. Wenig später folgt ein 1,5-Liter-Benzinmotor im Audi Q3 Sportback 35 TFSI. Das Triebwerk mit Zylinderabschaltung leistet ebenfalls 150 PS. In Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe verfügt der 1.5 TFSI über eine zweite Effizienztechnologie: das Mild-Hybrid-System (MHEV), das ein 48 Volt-Bordnetz nutzt.

Es reduziert den Kraftstoffverbrauch in der Praxis um bis zu 0,4 Liter pro 100 Kilometer. Der Riemen-Starter-Generator (RSG), das Herzstück des MHEV-Systems, kann beim Verzögern zu zwölf kW Leistung zurückgewinnen und in eine kompakte Lithium-Ionen-Batterie einspeisen. Geht der Fahrer im Bereich zwischen Tempo 40 und 160 vom Gas, rekuperiert der Q3 Sportback 1.5 TFSI MHEV, rollt im Leerlauf oder segelt mit ausgeschaltetem Motor. Sobald der Fahrer Gas gibt, startet der RSG den 1.5 TFSI schnell und sanft wieder. Der Start-Stopp-Bereich beginnt schon bei 21 Kilometern pro Stunde.

Bei allen Aggregaten übernehmen eine Siebengang S-tronic sowie der Allradantrieb quattro die Kraftübertragung. Ausnahme bilden die beiden frontangetriebenen Einstiegsmotorisierungen mit 150 PS - der 1.5 TFSI und 2.0 TDI -, die es auch als Handschalter gibt. Der Selbstzünder ist optional als quattro-Version erhältlich.

(amv)
Mehr von Aachener Nachrichten