München: ADAC gibt ein bisschen Entwarnung für Autofahrer bei E10

München: ADAC gibt ein bisschen Entwarnung für Autofahrer bei E10

Der Biosprit E10 ist für angeblich ungeeignete Fahrzeuge möglicherweise weniger schädlich als befürchtet. Das ergab ein Langzeitversuch des ADAC mit einem Opel Signum 2.2 direct, wie der Automobilklub am Freitag mitteilte.

Bei der Untersuchung habe der Kombi, der laut Hersteller ausdrücklich nicht mit E10 betankt werden soll, mehr als 16.000 Kilometer ohne negative Folgen mit dem neuen Biokraftstoff überstanden. Eine Inspektion des Kraftstoffsystems habe keinen Hinweis auf die befürchtete Ethanolkorrosion ergeben.

Trotz dieses Zwischenergebnisses empfiehlt Opel dem ADAC zufolge weiterhin, den Wagen umgehend abschleppen zu lassen, wenn man falsch getankt hat. Danach solle der Biosprit sofort vollständig aus dem Tank entfernt werden. Zudem solle eine Opel-Werkstatt die Hochdruck-Kraftstoffpumpe und andere Teile des Motorsystems überprüfen.

Im Gegensatz zu Opel sehen Ford und Mercedes-Benz laut ADAC kein Problem bei einer einmaligen Fehlbetankung eines Fahrzeugtyps, der nicht für E10 freigegeben ist. Sie rieten aber dazu, baldmöglichst ethanolarmen Kraftstoff nachzufüllen. Der ADAC empfahl trotz des Versuchs, die Angaben der Hersteller zu befolgen.