Düsseldorf: Wie sich die AfD in NRW immer weiter radikalisiert und spaltet

Düsseldorf: Wie sich die AfD in NRW immer weiter radikalisiert und spaltet

Immer häufiger kommt Fremdschämen auf, wenn Abgeordnete der AfD im Düsseldorfer Landtag das Rednerpult verlassen. „Wenn ich fassungslos bin, werde ich nicht laut, sondern sprachlos“, sagt der nordrhein-westfälische Europa- und Bundesratsminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU), als er in der Parlamentsdebatte zum Partnerschaftsabkommen mit Ghana das Wort ergreift.

Der weltgewandte Minister mit den feinen Manieren hat erkennbar Probleme, seine Contenance zu bewahren. „Schreiben Sie doch einmal nieder, was Sie in Wahrheit sagen und denken“, ruft der 68-jährige Christdemokrat seinem Vorredner aus der AfD-Fraktion hinterher. „Das wäre sehr befreiend für Ihre Wähler.“ Während der letzten Plenarwochen habe er im Landesparlament „eine Liveaufführung von Biedermann und die Brandstifter“ erlebt.

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