Dhaka: Papst beendet diplomatisch heikle Asienreise in Bangladesch

Dhaka : Papst beendet diplomatisch heikle Asienreise in Bangladesch

Papst Franziskus hat am letzten Tag seiner Asien-Reise in Bangladesch ein Heim für Waisenkinder und Kranke der Mutter-Teresa-Stiftung besucht. Danach hielt er in der Hauptstadt Dhaka noch eine freie Ansprache, „damit wir uns nicht langweilen”, wie der Pontifex in einer nahe gelegenen Kirche scherzte.

„Ich weiß nicht, ob das (freie Sprechen) besser oder schlechter ist, aber ich verspreche euch, es wird weniger langweilig sein”, witzelte der Pontifex. Anschließend warnte er vor dem „Terrorismus” des Geschwätzes. „Wie viele religiöse Gemeinschaften wurden wegen des Geistes des Geschwätzes zerstört”, sagte das Katholiken-Oberhaupt. „Bitte beißt auf eure Zungen.”

Papst Franziskus kommt in Dhaka in Bangladesch auf einer traditionellen Rikscha zu einem interreligiösen Friedenstreffen unter anderem mit Rohingya-Angehörigen. Foto: Andrew Medichini

Als letzte Station in Dhaka vor dem Rückflug des Papstes nach Rom stand noch ein Treffen mit Jugendlichen einer katholischen Schule an. Der Besuch in Myanmar und Bangladesch stand vor allem im Zeichen der Rohingya-Flüchtlingskrise. Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit in Myanmar sind nach Bangladesch geflohen.

Rohingya-Flüchtlinge kommen zur Residenz des Erzbischofs in Dhaka, um Papst Franziskus zu treffen und ihm von ihrer Geschichte zu berichten. Foto: Max Rossi/Pool Reuters

Am Freitag hatte der Papst 16 Rohingya getroffen und sie um Vergebung unter anderem für die „Gleichgültigkeit der Welt” gebeten. Er hatte dabei erstmals auf seiner Reise das Wort „Rohingya” öffentlich ausgesprochen.

Nonnen feiern im Suhrawardy Udyan Park in Dhaka mit Papst Franziskus eine Messe. FotoL: Andrew Medichini. Foto: Andrew Medichini
(dpa)
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