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Düsseldorf: NRW will Sprachförderung in Kindergärten wieder verbindlich machen

Düsseldorf : NRW will Sprachförderung in Kindergärten wieder verbindlich machen

Die schwarz-gelbe Landesregierung strebt wieder eine verbindliche Sprachförderung in den nordrhein-westfälischen Kindergärten an. Es müsse sichergestellt werden, dass die alltagsintegrierte Sprachförderung verbindlich gemacht werde, erklärte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf.

In einigen der landesweit 9600 Kitas lauf die Sprachförderung ganz ausgezeichnet, in anderen Einrichtungen finde sie jedoch „so gut wie gar keine Anwendung“. Die Verbindlichkeit der Sprachförderung sei für die frühkindliche Bildungsarbeit von großer Wichtigkeit, betonte Stamp.

Dabei werde es jedoch nicht zu einer Neuauflage des umstrittenen Sprachtests „Delfin 4“ kommen. Dieser in NRW für alle Vierjährigen flächendeckend vorgeschriebene Sprachtest war von der rot-grünen Vorgängerregierung nach vielen Klagen von Eltern und Erzieherinnen abgeschafft worden.

Stamp kündigte an, dass die gesamte Kindergarten-Reform mit auskömmlicher Finanzierung für die Einrichtungen, Verbesserung der Betreuungsqualität und einer Flexibilisierung der Kita-Öffnungszeiten „drei bis vier Jahre“ dauern werde. Derzeit liefen die ersten Vorgespräche mit Trägern und Kommunen über die geplante Reformierung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz). „Das ist ein ganz dickes Brett, aber wir werden das hinkriegen“, sagte der Minister.