Düsseldorf/Essen: „Nächstenliebe kennt keine Staatsangehörigkeit“: Empörung über Essener Tafel

Düsseldorf/Essen : „Nächstenliebe kennt keine Staatsangehörigkeit“: Empörung über Essener Tafel

Trotz zunehmender Kritik und Empörung will die Essener Tafel an ihrem Aufnahmestopp für Ausländer vorerst festhalten. „Ich stehe dazu“, sagt Jörg Sartor, der Vorsitzende der Essener Tafel. Ältere Menschen oder alleinerziehende Mütter hätten sich dort zuletzt nicht mehr wohl gefühlt und seien zunehmend von Flüchtlingen und Zuwanderern verdrängt worden.

„Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt“, sagt Sartor. Deshalb habe der Verein die Reißleine ziehen müssen. „Um eine vernünftige Integration zu gewährleisten“, sehe sich die Tafel gezwungen, „zurzeit nur Kunden mit deutschem Pass aufzunehmen“. Pro Woche versorgt der Verein in der Reviermetropole etwa 6000 Menschen mit Lebensmitteln und Haushaltswaren.

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