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Bad Neuenahr-Ahrweiler: Drei Kandidaten bei Wahl des Vizepräses der Rheinischen Kirche

Bad Neuenahr-Ahrweiler : Drei Kandidaten bei Wahl des Vizepräses der Rheinischen Kirche

Zur Wahl des neuen Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland werden drei Kandidaten gegeneinander antreten. Bei der Synode der Landeskirche bewerben sich die Oberkirchenräte Klaus Eberl (58) und Christoph Pistorius (51) sowie die 56-jährige Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, wie die zweitgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland am Samstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler mitteilte.

Bei der Wahl, die voraussichtlich am Montagnachmittag sein wird, geht es um die Nachfolge von Petra Bosse-Huber. Sie hatte das Amt des Vizepräses seit 2003 inne, ist nun aber seit Anfang des Jahres Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Eberl ist seit 2007 hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und steht dort der Abteilung Bildung vor. Früher war er Superintendant des Kirchenkreises Jülich und Pfarrer in Wassenberg. Pistorius ist seit März vergangenen Jahres Mitglied der Kirchenleitung und dort für Personal zuständig.

Zuvor war er Superintendant des Kirchenkreises Trier. Rudolph wiederum war früher unter anderem Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Seit 2009 ist sie in der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland und dort Leiterin der Abteilung Ökumene.

Bosse-Huber wurde indes am Sonntag bei einem Gottesdienst von ihrem Amt entpflichtet. Präses Manfred Rekowski betonte einer Mitteilung zufolge, Bosse-Huber habe sich in vielen Funktionen verdient gemacht habe. Sie sei etwa eine „profilierte Theologin” und eine Kollegin „mit dem Blick für den Einzelnen”.

Thema auf der sechstägigen Synode in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die am Dienstag zu Ende geht, war auch die Reform des nordrhein-westfälischen Kinderbildungsgesetzes. Kritisiert wurde, dass in der Gesetzesnovelle, die im März in den Landtag eingebracht werden soll, Träger von Kitas ungleich behandelt würden.

Kirchen als Kita-Träger gälten als sogenannte „reiche Träger” und müssten selbst einen Trägeranteil von zwölf Prozent aufbringen, während „arme Träger” deutlich weniger belastet würden. Nun soll nach dem Willen der Synode die Kirchenleitung beim Land Nordrhein-Westfalen die Gleichstellung des kirchlichen Trägeranteils einfordern.

(dpa)