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Spielplätze sollen in NRW sollen laut Armin Laschet wieder öffnen

Baldige Erleichterungen : Spielplätze sollen in NRW wieder öffnen

Eltern und Kinder in NRW können aufatmen: Nach wochenlangen Schließungen sollen die Spielplätze in der Corona-Krise wieder öffnen. Unklar ist noch der genaue Zeitpunkt. Regierungschef Laschet drängt zudem auf baldige Erleichterungen für die Gastronomie.

Spielplätze in Nordrhein-Westfalen sollen unter Auflagen in der Coronavirus-Krise wieder öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an. Einen genauen Zeitpunkt für die Öffnungen nannte er zunächst nicht. Dieser könnte am Freitag bekanntgegeben werden.

Zuvor hatten sich Bund und Länder am Donnerstag auf weitere vorsichtige Lockerungen der bundesweit geltenden Schutzmaßnahmen geeinigt. Sie gelten unter anderem für Spielplätze und Gotteshäuser. Allerdings betonte Laschet nach den Gesprächen: Für eine Entwarnung in der Krise sei es noch „viel zu früh“.

Das Thema Spielplatz-Öffnungen werde in Deutschland unterschiedlich diskutiert, sagte der Regierungschef. Im Ruhrgebiet beispielsweise, wo Menschen oft in kleinen Wohnungen lebten, sei dies wichtiger.

Laschet drängte angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage auf baldige Erleichterungen auch für die Gastronomie. Wie schnell diese kämen, könne man aber noch nicht sagen, sagte er. Die Gastronomie gehöre zu den „sensibelsten Bereichen“ in der Corona-Krise. „Wo Alkohol ausgeschenkt wird, ist das Abstandsgebot schnell vergessen.“

Am 6. Mai solle bei den nächsten Bund-Länder-Gesprächen über eine „konkretere Perspektive“ gesprochen werden - aber ohne dass man schon im Mai in Aussicht stellen könne, dass die Betriebe wieder öffnen könnten.

Nach Einschätzung von Laschet haben die Maßnahmen gegen das Coronavirus in NRW gewirkt. „Es ist gelungen, die Dynamik der Ausbreitung zu brechen.“ Die wöchentlichen Infektionszahlen seien innerhalb weniger Wochen drastisch zurückgegangen. Jetzt gehe es darum, nach vorne zu schauen und dafür zu sorgen, dass die Hygieneregeln weiter eingehalten würden. Wenn das gelinge, könnten weitere Lockerungsmaßnahmen ins Auge gefasst werden, sagte Laschet.

Aufschiebbare Operationstermine können in NRW wieder eher angesetzt werden. Bislang seien 40 Prozent der Intensivbetten in NRW freigehalten worden für Corona-Fälle, sagte Laschet. Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen ermögliche es aber, einen großen Teil davon wieder für Operationen in den Krankenhäusern einzusetzen. Wer krank sei, solle sich nicht scheuen, zum Arzt zu gehen, betonte Laschet.

Am kommenden Mittwoch wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut treffen und möglicherweise über weitere größere Lockerungen beraten.

(dpa)