Kreis Heinsberg: Pfadfinder aus dem Bistum Aachen haben Südafrika im Blick

Kreis Heinsberg: Pfadfinder aus dem Bistum Aachen haben Südafrika im Blick

Südafrika stand im Mittelpunkt eines Treffens von Pfadfindern im Wegberger Haus Sankt Georg. 18 Rover aus verschiedenen Stämmen des Bistums und ihre sechs Betreuer trafen sich zum zweiten Mal, um sich auf ihre dreiwöchige Reise durch Südafrika vorzubereiten.

Besuch hatten sie von Sifiso Malinga und Vusi Johan Mazwayi, zwei Pfadfindern aus der südafrikanischen Provinz Mpumalanga. Die beiden werden ihren deutschen Kameraden bei der Reise als Führer zur Seite stehen. Im Gepäck hatten sie neben vielen Informationen über das Leben und die Pfadfinder in Südafrika auch landestypische Rezepte. Denn auch Kochen gehörte zum Programm. Dass das ganze Wochenende über englisch gesprochen wurde, versteht sich von selbst.

Ökologisches Engagement

In Südafrika wird nicht Urlaub auf dem Plan stehen, sondern ökologisches Engagement. Die Idee zu diesem Klima- und Umweltprojekt wurde vor rund zwei Jahren geboren, wie Franz-Josef Pfennigs berichtete. Der Referent des Diözesanverbandes ist gemeinsam mit Lars Kriches für die Organisation zuständig. „Wichtig ist, dass die Rover hier schon zu einer Gruppe zusammenwachsen”, erklärte er. „Denn wir wollen nicht mit verschiedenen kleinen Grüppchen, sondern mit einer Gruppe dort ankommen.”

Da die Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 22 Jahren aus verschiedenen Stämmen in der Diözese stammen, geht es um das gegenseitige Kennenlernen, bevor sie am 9. März von Düsseldorf aus starten werden. Ihre Reise wird sie in zwei Kleinbussen von Durban in die Provinz Mpumalanga führen, wo sie gemeinsam mit ihren süd­afrikanischen Kameraden unter anderem Gemüsegärten in Schulen anlegen werden. Auch der Bau einer Scouthalle ist geplant, die mit Sonnenkollektoren bestückt werden kann.

Die jungen Pfadfinder informierten sich auch über das kulturelle Leben in Südafrika. Das Thema Aids stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Denn die Immunschwäche ist in Südafrika ein großes Problem. Während in Deutschland jedes Jahr rund 500 Menschen an Aids sterben, sind es in Südafrika rund 250.000.

So erfuhren die deutschen Pfadfinder viel über den Alltag und das Leben im fernen Südafrika. Malinga und Mazwayi werden eine ganze Liste von Wünschen und Anregungen mitnehmen, wenn sie zurückfliegen nach Südafrika. Dort werden sie den Aufenthalt für ihre deutschen Freunde vorbereiten und sie auch am Flughafen abholen. Der Austausch mit den deutschen Pfadfindern werde ihnen vor Ort sicherlich neue Impulse für ihre Arbeit geben, erklärte Malinga. Denn das gemeinsame Klimaprojekt soll vor allem dem gegenseitigen Verständnis dienen, erklärte Kriches.

Mit dem Besuch in Südafrika soll die Zusammenarbeit nicht beendet sein. Ein Gegenbesuch aus Südafrika ist geplant.