Aachen: Penn-Soldaten tauschen Uniformen gegen Kostüme

Aachen : Penn-Soldaten tauschen Uniformen gegen Kostüme

Während ganz Aachen Karneval feiert, hat sich im Eurogress am Samstagabend erstaunliches getan. Dort fand zwar mit dem Penn-Ball auf dem ersten Blick auch eine Karnevalsparty statt, doch wer genauer hinschaute, konnte feststellen, dass es sich um eine verspätete Aufführung des Silvesterklassikers „Dinner for one” handelte.

Allerdings wäre der Titel „Dinner for 2500” passender gewesen, denn Aachens größter Kostümball war natürlich mit 2500 bunt kostümierten Jecken ausverkauft. Und dazu reichten Anfang Februar nur wenige Stunden im Vorverkauf aus, eine Abendkasse gab es diesmal nicht.

Ausverkauft ist der Penn-Ball allerdings in jedem Jahr und die Aachener Jecken verkleiden sich ebenfalls jedes Jahr mit bunten Kostümen von klassisch (Cowboy, Schotte, Pirat) über exotisch (Avatar, Haremsdame) und aufwendig (Marionette) bis hin zu ausgefallen (Gießkanne, Frittentüte). Daher könnte der Ball der Oecher Penn durchaus als närrische Version des sich ständig wiederholenden Silvestersketches durchgehen. Denn auch beim Programm setzte die Stadtgarde auf Bewährtes. Erneut spielten sechs Livebands in sämtlichen Sälen des Eurogress von 20 Uhr bis in die frühen Morgenstunden Party- und Karnevalshits ohne Ende. Zusätzlich sorgten zwei DJs für Stimmung.

Für Stimmung sorgte natürlich auch der Auftritt der Gastgeber im Europasaal. Wie immer hatten die Penn-Soldaten auch diesmal ihre Uniform gegen „richtige” Kostüme getauscht und präsentierten den Jecken ihre aktuelle Show unter dem Motto „Rheinische Reise” plus Marketendertanz. Ebenso obligatorisch war der Auftritt seiner Tollität Prinz Alwin I. samt Hofstaat und Prinzengarde. Und ebenfalls wie in jedem Jahr feierten die Jecken - einer angesichts der Vielzahl der Bands erstaunlich geringen Lieder-Vielfalt zum Trotz - ausgelassen und feucht-fröhlich bis zum Sonntagmorgen.