Meschede/Bergisch Gladbach/Essen: Trockene Wälder brennen: Zweithöchste Warnstufe in NRW

Meschede/Bergisch Gladbach/Essen: Trockene Wälder brennen: Zweithöchste Warnstufe in NRW

Wieder loderten die Flammen. Auch am Wochenende haben an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen erneut Waldstücke gebrannt. In Meschede hatte die Feuerwehr die ganze Nacht zum Sonntag mit den Flammen zu kämpfen.

Dort war auf einer Bergkuppe eine Fläche der Größe eines Tennisplatzes in Brand geraten.

„Das ist zwar kein großes Gebiet, aber durch die Lage auf dem Berg hatten wir Schwierigkeiten, überhaupt Wasser zur Brandstelle zu bekommen”, sagte der Leiter der Feuerwehr Meschede, Hubertus Schemme, der Nachrichtenagentur dpa. Bauern unterstützten die Feuerwehrmänner, indem sie mit ihren Gülleanhängern das rettende Nass heranschafften. Rund 80.000 Liter benötigte die Feuerwehr, um den Brand zu löschen.

In Bergisch Gladbach bedrohte ein Waldbrand am Samstag zeitweise ein Wohnhaus. Ein Übergreifen der Flammen konnte aber verhindert werden. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen und hatte sich durch den Wind auf dem trockenen Gelände schnell ausgebreitet. Ein Areal so groß wie zwei Fußballfelder war betroffen.

Die Feuerwehr in Bergisch Gladbach rief wegen der nübersichtlichen Lage den sogenannten Stadtalarm aus und alarmierte alle freiwilligen Feuerwehren, um die weiträumig verteilten Glutnester zu löschen. Ein Polizeihubschrauber beobachtete die Lage aus der Luft. Zum Ärger der Einsatzkräfte waren trotz des Waldbrandes immer wieder Spaziergänger, Jogger und Radfahrer in dem Waldstück unterwegs. Erst nach fünf Stunden war der Brand unter Kontrolle.

Wohl durch Brandstifter kam es am Samstag in Dottel im Naturpark Hohes Venn zu einem kleineren Waldbrand. Mehrere kleine Feuer gab es am Wochenende auch im Sauerland, die die Feuerwehr jedoch schnell im Griff hatte.

Die Waldbrandgefahr steigt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den nächsten Tagen weiter an. „Es sind keine ergiebigen Niederschläge erwarten”, sagte der DWD-Meteorologe Wolfgang Reiff am Sonntag in Essen. Um die Waldbrandgefahr signifikant zu senken, müsste es eine Woche lang jeden Tag zehn bis zwanzig Liter Regen pro Quadratmeter geben, erklärte Reiff. In den kommenden Tagen ist aber höchstens mit vereinzelten Gewittern zu rechnen. „Die sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein”, sagte der Meteorologe.