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Hamburg: Tödlicher Schuss von Zivilfahnder in Hamburg war offenbar Unfall

Hamburg : Tödlicher Schuss von Zivilfahnder in Hamburg war offenbar Unfall

Bei dem tödlichen Schuss eines Zivilfahnders auf einen Rumänen in Hamburg hat es sich nach Polizeiangaben offenbar um einen Unfall gehandelt. Wahrscheinlich habe der Polizist nicht in Notwehr geschossen, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Derzeit werde geprüft, ob sich das Auto des Rumänen in Bewegung gesetzt und der Beamte daher reagiert habe. Die beiden Insassen des Fahrzeugs hätten keine Waffen mit sich geführt. Der 50-jährige Polizist gelte als erfahrener Zivilfahnder.

Zwei Beamte hatten die beiden Männer am frühen Dienstagmorgen in der Hamburger Innenstadt wegen des Verdachts der Kreditkartenfälschung überprüft. Den Polizisten war verdächtig vorgekommen, dass die Männer zuvor mehrere Banken aufgesucht hatten.

Der Zivilfahnder war bei der Kontrolle mit gezogener Waffe von hinten an das Auto mit britischem Kennzeichen herangetreten und hatte sich als Polizist zu erkennen gegeben. Dabei löste sich ein Schuss. Die Kugel durchschlug die hintere rechte Seitenscheibe des Autos und traf den auf der rechten Seite sitzenden Fahrer. Er wurde tödlich getroffen und starb noch am Unfallort. Der rumänische Beifahrer blieb unverletzt. Er wurde vorläufig festgenommen.

Im Auto fanden die Polizisten gefälschte Scheckkarten und Bargeld. Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung übernahm das Dezernat für interne Ermittlungen den Fall. Nach Angaben des Polizeisprechers wird die Auswertung der Erkenntnisse mehrere Tage in Anspruch nehmen.