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Berlin: Tierischer Spielgenuss: „Zooloretto” ist das Spiel des Jahres 2007

Berlin : Tierischer Spielgenuss: „Zooloretto” ist das Spiel des Jahres 2007

Das Brettspiel „Zooloretto” ist das Spiel des Jahres 2007. Autor Michael Schacht und der Verlag Abacusspiele wurden am Montag in Berlin erstmals mit dem Kritikerpreis des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet.

Zum besten Kinderspiel des Jahres wählte die Jury „Beppo der Bock” von Peter Schackert und Klaus Zoch aus den Verlagen Oberschwäbische Magnetspiele und Huch and friends.

Jury-Sprecher Stefan Duksch sprach von einem sehr guten Jahrgang bei der Auswahl zum Spiel des Jahres. Autoren und Verlage hätten im Vergleich zum Vorjahr in punkto Originalität und Qualität noch einen draufgelegt. Nach Ansicht der Kritiker aus Deutschland und der Schweiz hält auch der Trend zum guten Kinderspiel an. In diesem Jahr seien mehr Spiele für Kinder als für Erwachsene zu begutachten gewesen, hieß es in Berlin.

In „Zooloretto” wetteifern zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren als Zoodirektoren um Tiere und Besucher. „Auch friedliche Menschen hegen bei diesem Spiel Rachegelüste”, sagte Jury-Sprecher Duksch. Die Kritiker lobten, das Spiel des hessischen Autoren schaffe spielerisch den Spagat zwischen einfachem Einstieg und strategischem Anspruch und biete damit beste Voraussetzungen für einen Dauerbrenner auf dem Spieltisch.

Für den Titel des Spiels des Jahres waren ebenfalls nominiert: „Die Baumeister von Arkadia” von Rüdiger Dorn (Ravensburger), „Der Dieb von Bagdad” von Thorsten Gimmler (Queen Games), „Jenseits von Theben” von Peter Prinz (Queen Games) und „Yspahan” von Sebastien Pauchon (Ystari).

Beim Kinderspiel des Jahres zeigten sich die Kritiker von Erfindungsreichtum der bayerischen Autoren Schackert und Zoch beeindruckt. In ihrem Spiel jagen zwei bis vier Spieler ab fünf Jahren per Magnetkraft „Beppo den Bock” über das Spielfeld und schubsen damit auch Konkurrenten aus dem Weg. Die Jury lobte einen erfrischend frechen Spielspaß für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

In die Finalrunde beim Kinderspiel des Jahres hatten es ferner geschafft: „Burg-Ritter” von Christian Tiggemann (Haba), „Gesagt - getan!” von Roberto Fraga (Haba), „Hüpf hüpf, Hurra!” von Heinz Meister (Ravensburger) und „Rettet den Märchenschatz” von Kai Haferkamp (Selecta).

Die Kinderspiel-Juroren konstatierten einen Trend zu Geschicklichkeitsspielen. Dabei werde neben manuellen Fähigkeiten auch soziale Kompetenz wie Kooperation und Einfühlungsvermögen gefördert, lobte Jury-Koordinator Wieland Herold. Den Boom auf dem Spielemarkt für Kinder führte er auf eine gesteigerte Kinderorientierung in der Gesellschaft zurück. Dazu habe der Kritikerpreis seinen Teil beigetragen.

Das Spiel des Jahres wurde zum 29. Mal gekürt, die Auszeichnung für das Kinderspiel des Jahres wurde zum siebten Mal vergeben. 2006 hatten sich „Thurn und Taxis” sowie „Der schwarze Pirat” gegen jeweils vier Mitbewerber durchgesetzt.