St. Moritz: St. Moritz sieht Beckers Trauung gelassen entgegen

St. Moritz: St. Moritz sieht Beckers Trauung gelassen entgegen

Der schweizerische Nobel-Skiort St. Moritz blickt der bevorstehenden Heirat von Ex-Tennis-Profi Boris Becker und Lilly Kerssenberg am 12. Juni gelassen entgegen. „Wir haben ja sehr viel mit Prominenten zu tun. Wir wissen damit umzugehen”, sagte Gemeindepräsident Peter Barth. Beckers Hochzeit sei „etwas Besonderes, aber es ist nichts Einmaliges”.

Auch für den möglichen Andrang von Reportern und Schaulustigen sieht Barth seine Gemeinde gerüstet: „Wir werden die üblichen Sicherheitsvorkehrungen treffen." Für jedermann gelte dasselbe, hob Barth hervor.

Der Gemeindepräsident zeigte sich erfreut, dass Becker als Schauplatz für sein zweites Ja-Wort St. Moritz auserkoren hat. „Er ist ein gern gesehener Gast bei uns. Es ist eine Ehre und eine Freude”, sagte Barth, der das Paar persönlich nach eigenen Worten noch nicht kennengelernt hat.

St. Moritz sei grundsätzlich bei Brautpaaren beliebt - auch bei Prominenten, berichtete Barth. ”Es gibt immer wieder Bekannte, die hier heiraten, auch Bekannte, die nicht genannt werden wollen„. Becker und Kerssenberg hatten Ende Februar in der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?” ihre Heiratspläne verkündet. Der dreifache Wimbledon-Gewinner hatte Silvester bei ihrem ersten gemeinsamen Skiurlaub - ebenfalls vor dem Alpenpanorama von St. Moritz - um die Hand des niederländischen Models angehalten.

Die örtliche Standesbeamtin Irene Wüthrich hob die Vorzüge von St. Moritz für Heiratswillige hervor: ”Es gibt keinen schöneren Ort„, sagte sie. Rund um die Hochzeit habe das Paar unzählige Möglichkeiten: „Man kann in die Natur gehen, man kann Kutschenfahrten machen, da sind eigentlich keine Grenzen gesetzt - und es ist auch noch romantisch„, berichtete sie.

Ob sie Becker und Kerssenberg trauen werde, dürfe sie nicht sagen, betonte Wüthrich. Das sähen die strengen Datenschutzbestimmungen vor - egal ob das Paar prominent sei oder nicht.

Genau festgelegt sind auch die möglichen Räumlichkeiten für ein standesamtliches Ja-Wort in St. Moritz. So ist beispielsweise eine Trauung im Freien nicht erlaubt. Im Internet wirbt die Gemeinde mit einem „gediegenen, behaglichen und persönlichen Trauungszimmer” für maximal 15 Personen. Doppelt so viele Gäste fänden im Ratsaal der Gemeinde Platz. Möglich wäre aber auch eine Heirat im Segantini Museum von St. Moritz.

Offenbar will Becker, der in Zürich lebt, Kerssenberg auch kirchlich das Ja-Wort geben. Der Gang zum Traualtar sei möglich, weil er seine erste Frau Barbara nur standesamtlich geheiratet habe, hatte die „Bild”-Zeitung berichtet. „Einen hab ich noch frei”, scherzte Becker im März.

Wüthrich erklärte, einzige Bedingung für eine kirchliche Heirat sei, dass das Brautpaar bereits standesamtlich den Bund der Ehe geschlossen habe, egal wo. Laut „Bild” hat sich das Paar angeblich für die katholische Kirche St. Mauritius entschieden.

Die Heiratsankündigung von Becker und Kerssenberg war überraschend gekommen, da der dreifache Vater sich erst im vergangenen August mit der Schmuckdesignerin Sandy Meyer-Wölden verlobt, dann aber schon nach drei Monaten wieder getrennt hatte.

Kurz darauf folgte das Liebescomeback mit Kerssenberg. Mit ihr war Becker bis 2007 bereits längere Zeit liiert gewesen. Mit seiner ersten Frau Barbara Becker hat er zwei Söhne. Aus einer Affäre mit dem Model Angela Ermakowa ging eine Tochter hervor.