Urlaub, Blitzer und Mindeslohn: So unterschiedlich ist Europa

Urlaub, Blitzer und Mindeslohn : So unterschiedlich ist Europa

Urlaub in Bulgarien ist am günstigsten, in Norwegen am teuersten. Die meisten Blitzer gibt es in Italien. Und auch sonst ist die EU voller Unterschiede. Wir haben einige von ihnen zur Europawahl gesammelt.

In Italien sind die meisten Blitzanlagen installiert: Mehr als 10.000 Starenkästen stehen an italienischen Straßen.

Ganz vorne ist das Land aber auch bei den an der Steuer vorbei erwirtschafteten Milliarden. Geschätzt waren es 2015 etwa 190 Milliarden. Deutschland folgt direkt an zweiter Stelle mit 125 Milliarden Euro.

Wer günstig Urlaub machen möchte, steht sich in Ländern wie Bulgarien (-57,6%) oder der Türkei (-53,4%) am besten. Aber auch die Niederlande, Italien oder Spanien als beliebte Reiseziele liegen vom Preisniveau unter Deutschland. Teuer wird es hingegen in Norwegen (+45,9%) oder Island (+40,5%).

Die realen Mindestlöhne sind in der EU sehr unterschiedlich, kaufkraftbereinigt – unterschiedliche Lebenshaltungskosten sind berücksichtigt – sieht das schon anders aus. Die Luxemburger liegen an erster Stelle mit dem Mindestlohn (9,18 Euro). An zweiter Stelle folgt Frankreich mit 8,97 Euro. Danach folgen die Niederlande, Deutschland und Belgien fast gleichauf im oberen Mittelfeld (rund 8,50 Euro). Am unteren Ende der Statistik stehen Litauen und Rumänien mit einem Mindestlohn von rund 5 Euro.

Auch im Wahlverhalten unterscheiden sich die unterschiedlichen Länder der EU. Dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass Belgien, Luxemburg, Griechenland und Zypern Staaten mit Wahlpflicht sind und daher eine höhere Wahlbeteiligung aufweisen.

Dies zeigte auch der historische Vergleich der Wahlbeteiligung seit 1979.

(red)
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