Dortmund: Prozess um BVB-Attentat: Erste Spieler könnten bald geladen werden

Dortmund : Prozess um BVB-Attentat: Erste Spieler könnten bald geladen werden

Die Wechselgerüchte um die BVB-Profis Marc Bartra und Pierre-Emerick Aubameyang wirken sich offenbar nun auch auf den Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft im April 2017 aus.

Am dritten Verhandlungstag vor dem Dortmunder Landgericht regte der Vorsitzende Richter Peter Windgätter am Montag an, die beiden Spieler möglichst schon am 29. Januar als Zeugen zu laden. Bei einem Wechsel ins Ausland könnte es ansonsten Schwierigkeiten mit der Erreichbarkeit der Fußballprofis geben, hieß es.

Unterdessen hat das Gericht die Vernehmung des Ermittlungsführers des Bundeskriminalamts fortgesetzt. Carl Heydenreich, Verteidiger des Angeklagten Sergej W., warf dem Beamten dabei „Schludrigkeit” und „Stimmungsmache” vor.

Der Anwalt kritisierte unter anderem, dass das BKA die Bus-Kopfstütze, in die einer der Metallbolzen aus den Bomben eingedrungen war, nicht sichergestellt hatte. Außerdem sei der Bolzen offensichtlich - anders als in der Anklageschrift behauptet - nicht am Sitz des verletzten BVB-Profis Marc Bartra eingeschlagen, sondern am Sitz daneben.

Der Angeklagte hat bereits gestanden, am 11. April 2017 einen Anschlag mit drei selbst gebastelten Sprengkörpern auf die Mannschaft von Borussia Dortmund verübt zu haben. Sergej W. bestritt dabei jedoch jede Tötungsabsicht.

(dpa)
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