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Mit Sorge schauen Landwirte bei dem „schöne Wetter“ auf ihre Wiesen

Sonne satt : „Treibt den Bauern die Sorgenfalten auf die Stirn“

Immer wieder Sonne und kein Regen – mit Sorge schauen die Landwirte bei dem „schöne Wetter“ auf ihre Wiesen: Wird das Grünfutter fürs Vieh reichen?

Viel Sonne und kaum Wolken - die weiter freundlichen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes machen den Landwirten in NRW Sorgen. Es müsste dringend regnen, wie der Sprecher des Landwirtschaftsverbands Westfalen-Lippe, Heinrich Berghorn, sagte: Die Bauern sorgen sich, dass das Grünfutter für das Vieh wieder einmal nicht reicht: Die Wiesen brauchten kontinuierlich Wasser.Aber den ganzen April über habe es so gut wie nicht geregnet.

„Das treibt den Bauern die Sorgenfalten auf die Stirn“, sagte Berghorn. Aus den vergangenen zwei Jahren wüssten die Landwirte was es bedeute, wegen Trockenheit zu wenig Grünfutter zu ernten. Wenn es so trocken bleibe, sei auch die zweite Futtergrundlage, der Mais, bedroht - aber der sei gerade mal ausgesät. „Die Sorgen, die wir jetzt haben, sind Ausdruck der Erfahrung aus den letzten beiden Jahren“, sagte Berghorn.

Nach den Erfahrungen der vergangenen beiden trockenen Jahre schauten die Bauern früher als sonst besorgt auf die Lage, hatte Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW schon zuvor gesagt. Noch so ein Dürrejahr würde für viele Betriebe ein existenzielles Problem bedeuten. In vielen Betrieben seien die Reserven aufgebraucht.

„Eigentlich ist genug Wasser im Boden, die Pflanzen kommen aber nicht dran, weil der Oberboden so trocken ist“, stellte die Sprecherin des Rheinischen Landwirtschaftsverbands, Andrea Hornfischer, fest. Entscheidend sei, wie es in den nächsten Wochen weitergehe. „Wir brauchen dringend Niederschläge“, meinte auch sie.

So sehen Landwirte und auch Gartenbesitzer die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes mit gemischten Gefühlen: nach einem sonnigen Mittwoch liegen die Temperaturen demnach am Donnerstag zwischen 22 und 25 Grad. Zum Start des Wochenendes am Freitag ziehen erste Wolken auf, die Temperaturen steigen nicht über 22 Grad.

Nach jüngsten Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind im April im Schnitt in NRW bislang erst rund zwei Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Zum Vergleich: Das langjährige NRW-Durchschnittswert für April der Jahre 1981 bis 2010 liegt bei 55 Litern pro Quadratmeter.

(dpa)