Siegen/Frankfurt: Menschenhändlerring: Drei Verdächtige in Untersuchungshaft

Siegen/Frankfurt : Menschenhändlerring: Drei Verdächtige in Untersuchungshaft

Nach der Zerschlagung eines bundesweiten Prostitutions-Netzwerks sitzen drei Beschuldigte in Untersuchungshaft. Ihnen werde die gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung von Ausländern sowie Zwangsprostitution, Zuhälterei und das Vorenthalten von Arbeitsentgelten vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag.

Bei vier weiteren Verdächtigen werde am Donnerstag der Haftrichter entscheiden, ob sie in Haft kommen. Darunter seien auch die Hauptbeschuldigten, ein deutsch-thailändisches Paar aus Siegen.

Bei der Großrazzia im Rotlichtmilieu hatten mehr als 1500 Bundespolizisten am Mittwochmorgen 62 Objekte in zwölf Bundesländern durchsucht. Einer der Schwerpunkte bei dem Einsatz war Nordrhein-Westfalen mit 20 durchsuchten Objekten, 340 Einsatzkräfte führten die Maßnahmen durch. Unter anderem wurden Bordelle und Massagestudios in Düsseldorf, Bonn, Dortmund und Siegen durchsucht. Bei den Hauptbeschuldigten handelt es sich um eine 59-jährige thailändische Staatsangehörige und ihren 62-jährigen deutschen Lebensgefährten.

Im Fokus standen vor allem Menschenhandel und Zwangsprostitution von vorrangig transsexuellen Prostituierten aus Thailand. Dabei sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft 81 Menschen mit illegalem Aufenthaltstitel entdeckt worden.

(dpa)
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