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Netphen: Hinweise nach Schädelfund deuten auf seit 14 Jahren vermisste Frau

Netphen : Hinweise nach Schädelfund deuten auf seit 14 Jahren vermisste Frau

Bei dem in einem Waldstück bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) gefundenen Schädel handelt es sich vermutlich um ein Skelett-Teil einer seit 14 Jahren vermissten Frau.

Die 32-jährige Ärztin aus Siegen sei 1993 spurlos verschwunden, sagte ein Polizeisprecher in Siegen am Donnerstag. Hinweise auf die Identität müssten nun noch gerichtsmedizinisch bestätigt werden. Bisher hätten sich keine Anzeichen dafür ergeben, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Nach Auskunft der Ermittler galt sie zum Zeitpunkt ihres Verschwindens als selbstmordgefährdet.

Zwei neun und zehn Jahre alte Jungen hatten am Wochenende bei einem Waldspaziergang den Schädel entdeckt. In der Nähe gefundene Kleidungsreste ließen die Polizei vermuten, dass es sich um eine weibliche Tote handelt.

Dass die Frauenleiche 14 Jahre lang unentdeckt im Wald gelegen haben könnte, sei angesichts des unzugänglichen Fundortes nicht überraschend. „Wir haben hier eine der waldreichsten Gegenden Deutschlands”, sagte der Polizeisprecher.

Die Siegener Staatsanwältin Alexandra Löw geht davon aus, dass sich die Identität des Leichnams aufklären lässt: „Da gibt es verschiedene Puzzlestücke, und wir müssen sehen, ob das ein stimmiges Bild ergibt.”