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Berlin: Gummistiefel-Weitwurf: Finne wird mit 22,55 Metern Weltmeister der Ü75

Berlin : Gummistiefel-Weitwurf: Finne wird mit 22,55 Metern Weltmeister der Ü75

Die erstmals in Deutschland ausgetragene Weltmeisterschaft im Gummistiefel-Weitwurf kennt keine Altersgrenzen: In der Klasse der über 75-Jährigen gewann kurz nach Turnierauftakt am Samstag in Berlin der Finne Eino Kovanen den Weltmeistertitel.

Der Senior sei auf 22,55 Meter gekommen, sagte der Präsident des Deutschen Gummistiefelweitwurf Verbandes, Fabian Lau. Bei bestem Sommerwetter feuerten rund 150 Besucher die Teilnehmer aus fünf europäischen Ländern im Sportforum Hohenschönhausen an.
Kovanens Landsmännin Irene Merjamaa siegte in der Gruppe der über 70-Jährigen. Am Samstag sollten noch die Endkämpfe im Teamwettkampf stattfinden.

Bei dem 16. Turnier seiner Art treten bis Sonntag 180 Teilnehmer in der Hauptstadt gegeneinander an. Als Favoriten gelten die Finnen, die allein rund 100 Teilnehmer stellen. Der Sport hat seinen Ursprung in dem skandinavischen Land. In Deutschland begeisterten sich die ersten Gummistiefelweitwerfer Ende 2003 für den Sport, wie Lau erklärte. Die besten Wettkämpfer schleudern die Stiefel mehr als 65 Meter weit.

Männer werfen nach Angaben Laus mit der Größe 43, Frauen mit der Größe 38. Zudem dürfen nur schwarze Stiefel benutzt werden. Lau rechnet sich für die deutschen Teilnehmer vor allem im Jugendbereich gute Chancen aus.

Der amtierende Vizeweltmeister der unter Zwanzigjährigen ist der 19-jährige Peter Guralczyk aus Berlin. Seine im Vorjahr in Schweden erreichte Wurfweite liegt bei 44,77 Metern.