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Hamburg: Grand-Prix-Countdown: No Angels gegen vier Konkurrenten

Hamburg : Grand-Prix-Countdown: No Angels gegen vier Konkurrenten

Für die deutsche Grand-Prix-Konkurrenz läuft der Countdown: Fünf Kandidaten stellen sich am Donnerstag beim Vorentscheid in der ARD-Show (20.15 Uhr) zur Wahl - nur einer von ihnen darf beim Eurovision Song Contest am 24. Mai in Belgrad (Serbien) für Deutschland singen.

Als Favoriten gehen die No Angels ins Rennen. Doch auch die Bands Cinema Bizarre und Marquess sowie Popmusiker Tommy Reeve und Musicalsängerin Carolin Fortenbacher kämpfen um das Ticket für das internationale Finale. Die TV-Zuschauer entscheiden per Anruf oder SMS über den Sieger. Roger Cicero hatte in Helsinki im Vorjahr den 19. Platz belegt, Platz 1 ging an die Serbin Marija Serifovic.

Bereits am Dienstag beginnen für die Teilnehmer im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg die ersten Proben. Nach Country mit Texas Lightning (2006) und Swing mit Roger Cicero (2007) erwartet die Grand-Prix-Fans diesmal Pop pur. Lucy, Sandy, Nadja und Jessica, die im Jahr 2000 als No Angels aus der TV-Castingshow „Popstars” hervorgegangen waren, treten mit der beschwingten Nummer „Disappear” an.

Mit dem Lovesong „Just One Woman” geht Tommy Reeve an den Start. Die Teenie-Band Cinema Bizarre wird schon mit ihrem extravaganten Outfit im Stil der Stars von Tokio Hotel - ausgefallene Frisuren und viel Kajal-Stift um die Augen - bei ihrem Song „Forever Or Never” für Aufsehen sorgen.

Während die No Angels, Tommy Reeve und Cinema Bizarre auf englischsprachige Texte setzen, wird diesmal beim deutschen Vorentscheid auch spanisch gesungen: Das Quartett Marquess will mit dem Latino-Pop-Song „La Histeria” für gute Laune sorgen. Dagegen wartet Sängerin Fortenbacher, fünf Jahre lang Star im Hamburger Musical „Mamma Mia!” und mit 43 Jahren die älteste unter den Teilnehmern, mit einer Ballade („Hinterm Ozean”) und dem einzigen deutschen Titel auf. „Eine sehr bunte und interessante Mischung”, meinte Vorjahressieger Cicero („Frauen regiern die Welt”), nachdem der Norddeutsche Rundfunk (NDR) die Teilnehmer bekanntgemacht hatte.

Grand-Prix-Experte Thomas Hermanns (44), der den Vorentscheid zum dritten Mal moderiert, sieht angesichts der Pop-Titel schon jetzt bessere Chancen für Deutschland beim Finale in Serbien als in der Vergangenheit. „Pop ist nun einmal die internationale Währung, die funktioniert”, sagte Hermanns in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Mit Pop gelingt der Sprung nach vorn.”

Beim Vorentscheid freut er sich am meisten auf die Siegerbekanntgabe. „Selbst coole und erfahrene Kollegen sind dann extrem nervös. In dem Moment sieht man einfach mal ganz andere Gesichter. Ich bin gespannt, wen ich diesmal tröstend an meine Brust pressen muss.”