Oldenburg: Gescheiterter Jurist erschleicht sich Job bei Staatsanwaltschaft

Oldenburg: Gescheiterter Jurist erschleicht sich Job bei Staatsanwaltschaft

Ein im Examen gescheiterter Jurist hat monatelang bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gearbeitet. Der Mann hatte sich im Sommer 2007 mit falschen Angaben beim Oberlandesgericht Oldenburg als Referendar beworben.

Erst nach einem Dreivierteljahr sei der Schwindel aufgeflogen, berichtete die Oldenburger „Nordwest-Zeitung”. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Oldenburg bestätigte den Zeitungsbericht.

Der aus Hessen stammende Betrüger soll dem Bericht zufolge zuvor schon in mehreren Bundesländern vergeblich versucht haben, die zweite juristische Staatsprüfung zu bestehen, war aber jedes Mal durchgefallen. Die juristische Laufbahn sei für den 44-Jährigen eigentlich vorbei gewesen, da die Prüfung nicht beliebig oft wiederholt werden könne. In Oldenburg habe der Mann seine gescheiterten Versuche jedoch verschwiegen und sei angenommen worden.

Bis zum April 2008 war er dem Blatt zufolge als Referendar bei der Staatsanwaltschaft tätig. Erst als der mutmaßliche Betrüger sich vermehrt geweigert habe, die Staatsanwaltschaft bei Verhandlungen zu vertreten, seien Kollegen misstrauisch geworden und hätten den Mann genauer überprüft. Dabei habe sich herausgestellt, dass der Lebenslauf nicht stimmte. Für seinen Betrug muss sich der Mann nun Ende März vor dem Oldenburger Amtsgericht verantworten.

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