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Düsseldorf: Freizeitparks setzen vermehrt auf Shows

Düsseldorf : Freizeitparks setzen vermehrt auf Shows

Höher, schneller, weiter - mit dem Frühling kommt wieder Leben in die großen Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen. Doch neben rasanten Achterbahnen und Geschwindigkeits-Karussellen setzen die Veranstalter vermehrt auf attraktive Shows. Aus Sicht des Hamburger Freizeitforschers Ulrich Reinhardt ist dies auch nötig, um der immer größer werdenden Zahl an älteren Besuchern gerecht zu werden.

„Früher kamen vor allem junge Besucher und Familien in die Parks, heute sind es häufig auch Senioren”, sagte Reinhardt. Sie legten weniger Wert auf „Tempo und Action”, sondern auf „Paraden und Shows”, hat der Freizeitforscher herausgefunden.

Das Phantasialand in Brühl öffnet am 1. April wieder seine Pforten für unternehmungslustige Besucher. Mit großer Spannung wird die neue Bahn „Talocan” erwartet. Dabei rasen die Fahrgäste in sich drehenden und überschlagenden Gondeln durch eine alte Aztekenruine. Während die Köpfe und Füße frei über schroffe Abgründe baumeln, geht die wilde Fahrt vorbei an Geysiren, Feuergarben und Nebelbänken.

„Reichlich Action” bieten auch die längste Dunkel-Achterbahn der Welt, „Temple of the Night Hawk” und der 65 Meter hohe Fallturm „Mystery Castle”. Wer weniger Tempo bevorzugt, kann sich in der „Geister-Rikscha” ordentlich gruseln, bei der altbekannten Hollywood-Tour mit Filmstars wie King Kong oder dem weißen Hai auf Tuchfühlung gehen oder zahlreiche außergewöhnliche Shows betrachten.

Bereits am 31. März startet der Movie Park in Bottrop-Kirchhellen in die neue Saison. Mit zwei neuen Themenschwerpunkten und insgesamt sieben zusätzlichen Attraktionen hat sich im Park einiges getan. Der Themenbereich „Santa Monica Pier” geht jedoch erst im Mai in Betrieb. Dann können Familien in diesem kleinen „Urlaubsparadies” unter anderem die Aussicht vom Riesenrad „Santa Monica Wheel”, Wasserspiele im „Pier Patrol - Jet Ski” oder eine Schifffahrt im „Stormy Cruise”-Karussell genießen.

Ebenfalls neu ist das 15.000 Quadratmeter große „Nickland”, das Spaß und Unterhaltung für große und kleine Besucher garantiert. Hier trifft man die Trickfilmfigur „SpongeBob” und auf „Jimmy Neutrons Atomic Flyer”, der neuen Familien-Hängeachterbahn, werden die Fahrgäste kräftig durchgeschüttelt.

An Karfreitag öffnet dann wieder der Abenteuerpark Fort Fun im Sauerland. Zum 85. Geburtstag des Parks wird dem Publikum in der kommenden Saison die neue spektakuläre Jubiläumsshow „Tatonka” mit einem Feuersprung aus 25 Metern Höhe sowie weiteren Stunts und Actioneinlagen geboten.

Der Schwesternpark von Fort Fun, der Panorama-Park startet erst Mitte Mai sein Programm. Doch auch hier können sich die Besucher auf spannende Neuheiten freuen. „Krassnass” steht für Wasserspaß pur, und die neue Show „Himmels-Schleuder” zeigt spektakuläre Akrobatik in zwölf Metern Höhe, und das ohne Sicherheitsnetz.

Aus Sicht von Reinhardt sind jährliche Innovationen der Veranstalter unumgänglich. Wichtig finde er auch, dass bei den Angeboten das ältere Publikum noch besser berücksichtigt werde. „Einige Parks bieten dieser Besuchergruppe schon sehr viel, bei anderen gibt es durchaus noch etwas Nachholbedarf”, sagte der Forscher. Nach seinen Angaben geht zurzeit etwa jeder dritte Deutsche mindestens einmal im Jahr in einen Freizeitpark.