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Freiburg/Basel: „Fersengeld”: Brite wollte 49.000 Euro in seinen Schuhen schmuggeln

Freiburg/Basel : „Fersengeld”: Brite wollte 49.000 Euro in seinen Schuhen schmuggeln

In seinen Schuhen hat ein 51-jähriger Brite Geldscheine im Wert von 49.000 Euro über die deutsch-schweizerische Grenze schmuggeln wollen.

Zollbeamte fanden bei einer Kontrolle im ICE zwischen Freiburg und Basel insgesamt 98 Banknoten im Wert von 500 Euro in den Schuhen des Mannes, wie das Hauptzollamt Lörrach am Dienstag mitteilte. Da der Brite seine Barmittel nicht dem Zoll angemeldet hatte, wurde gegen ihn ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Der 51-Jährige wollte nach eigenen Angaben von Norddeutschland nach Basel reisen. Weil er bei der Kontrolle sehr nervös wirkte und widersprüchliche Angaben machte, wurde er durchsucht. Als er die Schuhe ausziehen musste, entdeckten die Beamten die ungewöhnliche Einlage.

„Die Durchsuchung hätte bis zur Entkleidung gehen können”, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts auf Anfrage. Nachdem der Brite eine Sicherheit in Höhe von rund 5000 Euro hinterlegt hatte, durfte er seine Fahrt mit dem restlichen Geld fortsetzen. Anhaltspunkte für Geldwäsche ergaben sich nicht.

Seit 15. Juni müssen Reisende unaufgefordert eine schriftliche Anmeldung abgeben, wenn sie Barmittel im Wert von mindestens 10.000 Euro in die Europäische Union ein- oder ausführen. Dazu zählen neben Bargeld auch Aktien, Schecks und Wechsel. Verstöße gegen die Anmeldepflicht können mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro geahndet werden. Innerhalb der EU muss Bargeld nur auf Befragen dem Zoll angemeldet werden.