Aachen: Fahrlehrer Ralf-Hans Dovermann über die richtige Vorbereitung

Aachen : Fahrlehrer Ralf-Hans Dovermann über die richtige Vorbereitung

Die Zahlendes Kraftfahrtbundesamtes sprechen eine deutliche Sprache: Immer mehr Fahrschüler fallen durch die Prüfung. Und: Die Probleme liegen vor allem im theoretischen Bereich. Fahrlehrer Ralf-Hans Dovermann verrät Tipps für die richtige Prüfungsvorbereitung.

Warum fallen mehr Fahrschüler durch die theoretische Prüfung?

Dovermann: Das liegt zu einem großen Teil auch daran, dass sich vermehrt Inhaber ausländischer Führerscheine aus Nicht-EU-Staaten direkt zur Prüfung anmelden, um hier fahren zu dürfen. Da beobachten wir eine gewisse Sorglosigkeit.

Ist das vor allem ein Sprachproblem?

Dovermann: Nein, denn die Prüfung kann mittlerweile in zwölf Sprachen, auch in Arabisch, abgelegt werden. Oft bekommen wir da zu hören: Das schaffe ich schon. Aber ohne eine gute Vorbereitung funktioniert das nicht.

Sind die Prüfungsanforderungen gestiegen?

Dovermann: Ja. Die Theorieprüfung läuft heute elektronisch ab und nicht mehr auf Papier. Sie ist dadurch mit Sicherheit deutlich schwieriger geworden. Es gibt zum Beispiel Videosequenzen zu bestimmten Verkehrssituationen, zu denen man Fragen beantworten muss. Früher reichte es oft aus, die Fragen und Antworten auswendig zu lernen. Mann konnte dann sicher sein, die Prüfung zu bestehen. Das funktioniert heute nicht mehr.

Was muss man also tun, um die theoretische Prüfung auf jeden Fall zu bestehen?

Dovermann: Man muss ganz einfach den Stoff lernen und beherrschen. Und es gibt Computerprogramme, mit denen man ermitteln kann, wie gut man vorbereitet ist und ob das für die Prüfung reicht. Darauf kann man sich verlassen.

Und die Praxis? Ist es sinnvoll, selbst auf Übungsplätzen zu trainieren?

Dovermann: Nur am Anfang. Die komplexen Situationen, die man im Straßenverkehr und auch in der Prüfung bewältigen muss, lassen sich hier nicht trainieren. Das muss der Fahrlehrer übernehmen.

(red)
Mehr von Aachener Nachrichten