Berühmte Hunde aus Film und Fernsehen

Welthundetag : Berühmte Vierbeiner aus Film und Fernsehen

Am 10. Oktober wird der Welthundetag gefeiert und ist der Ehrentag für den besten Freund des Menschen. Die treuen Vierbeiner begleiten die Menschen seit Generationen, sorgen für gute Laune und stehen tröstend zur Seite. Auch in Film und Fernsehen sind die Kaltschnäuzer stets präsent. Für alle, die auf den Hund gekommen sind, haben wir ein paar Berühmtheiten zusammengestellt.

Beethoven (Ein Hund namens Beethoven)

Der Bernhardiner ist ein echtes Schwergewicht und treibt sein Herrchen George Newton in den Wahnsinn. Aber wer hätte auch ahnen können, dass aus dem süßen Welpen, der vor bösen Tierfängern geflohen ist, ein 90 Kilogramm schwerer, sabernder und tollpatschiger Hund wird? Nichtsdestotrotz liebt Familie Newton ihren Hund, der die 5. Sinfonie von Beethoven liebt. Und er liebt sie und ist immer da, wenn sie ihn braucht. Und als ein fieser Teirarzt Experimente an Beethoven durchführen will, sind sie für ihn da.

Der Filmspaß von Brian Levant nach einem Drehbuch von John Hughes (u. a. Kevin allein zu Haus und Schöne Beschwerung) aus dem Jahr 1992 begeisterte die Zuschauer. Nicht unbedingt aufgrund der schauspielerischen Leistungen der Darsteller oder der komplexen Geschichte, sondern mit viel Herz und einem tierischen Superstar. Ganz nach dem Motto "Roll over Beethoven".

Lassie

Lassie ist wohl die berühmteste Langhaarcollie-Dame der Welt - natürlich mit eigenem Stern auf dem Walk of Fame. Erfunden wurde sie 1938 vom britisch-US-amerikanischen Schriftsteller Eric Knight, der sie zur zentralen Figur einer seiner Kurzgeschichten machte. Zwei Jahre später folgte eine Veröffentlichung als Roman.

Zunächst ging es um einen Jungen, der eine schöne und treue Colli-Hündin besaß, sich aber von ihr trennen muss. Doch auch hunderte Kilometer zwischen ihnen hielt Lassie nicht davon ab, zu ihm zurückzukehren.

Daraufhin folgten Kinofilme, Serien, Radiogeschichten. Lassies Besitzer wechselten munter durch, aber der Kern blieb bestehen: Lassie half ihren Herrchen und Frauchen aus der Klemme, warnte vor Gefahren und war der tierische Star. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Fun Fact: In Film und Fernsehen wurde Lassie in der Regel von Rüden proträtiert. Ihr Fell ist voller und telegener.

Kommissar Rex

Von 1994 bis 2004 sorgte in Wien Reginald von Ravenhorst für Recht und Ordnung. Der Deutsche Schäferhund, der auf den Namen Rex hörte, agierte an der Seite verschiedener Partner, löste Kriminalfälle, befreite Geiseln und stellte Verbrecher.

Die Rolle von Rex wurde von insgesamt drei Hunden gespielt: B.J., Rhett und Henry, die alle von der US-amerikanischen Hundetrainerin Teresa Ann Miller trainiert wurden.

Die Serie wurde in über 40 Ländern ausgestrahlt - der tierische Kommissar war sozusagen weltweit im Einsatz.

Snoopy (Die Peanuts)

Charles M. Schulz veröffentlichte 1947 unter dem Titel Li'l Folks erstmals Geschichten um Charlie Brown und seine Freunde, die später unter dem Titel "Die Peanuts" bekannt wurden. Ein wichtiger Bestandteil des Freundeskreises ist Charlie Browns Hund Snoopy.

Der Beagle liegt meist auf dem Dach seiner Hundehütte und philosophiert vor sich hin. Dabei wartet er auf sein Essen und lebt häufig in seiner Fantasiewelt, in der er ein berühmtes Flieger-Ass ist und erfolgreicher Eiskunstläufer ist.

Auch sonst verhält sich Snoopy nicht hunde-typisch: er ist kunstbegeistert, spielt Billard und liest gerne Bücher. Trotz all seiner Fähigkeiten kann er nicht sprechen. Er verständigt sich mit seinen Pfoten und tanzt. Man muss den kleinen Kerl einfach lieb haben.

Goofy

Freundlich, treu, aber auch ein bisschen naiv, das ist Goofy. Der beste Kumpel von Micky Maus erblickte 1932 das Licht der Welt und hieß urspünglich Dippy Dawg, seit 1939 lautet sein Name aber Goofy.

Camping-Ausflüge, Sport, Haushalt - egal was Goofy anpackt, irgendetwas geht schief. Unabhängig davon, ob er es im Film, in der Serie oder im Comic probiert. Aber: er fährt nie aus seiner Haut und probiert alles munter weiter, egal wie viele Missgeschicke im auch passieren. Von solch einer Gelassenheit kann sich manch einer etwas von abschneiden.

Pluto

Im Jahr 1930 wurde der Zwergplanet Pluto entdeckt. Im selben Jahr erblickte auch Disneys Pluto das Licht der Welt und wurde nach dem Himmelskörper benannt. Er ist der Haushund von Micky Maus. Oder auch von Donald Duck. Selbst Goofy war schon sein Herrchen. Was etwas skurril ist, da Goofy selbst ein Hund ist.

Pluto ist ein Alleskönner und hat viele Talente: Er kann als Babysitter glänzen, als Spür- und Polizeihund arbeiten, zuhause Wache halten, im Schlaf wandeln und sich mit anderen tierischen Kontrahenten in die Haare kriegen.

Rin Tin Tin

Ende des Ersten Weltkriegs wurde ein Welpe vom US-amerikanischen Soldaten Lee Duncan in einem zerstörten Stall in Lothringen entdeckt. Er nahm den kleinen Deutschen Schäferhund mit nach Los Angeles und gab ihm den Namen Rin Tin Tin. Später wurde er in einer Zirkusshow entdeckt und für eine kleine Filmrolle engagiert, mit der er die Aufmerksamkeit von Warner Brothers auf sich zog.

1926 "verdiente" Rin Tin Tin 6.000 Dollar pro Woche und wirkte bis 1932 in 26 Filmen und seiner eigenen Radioshow mit. Im Alter von 13 Jahren starb er und wurde in seiner Heimat Frankreich auf dem Hundefriedhof von Asnières-sur-Seine beerdigt.

Rund 30 Jahre später erblickte Rantanplan in Lucky Luck das Licht der Welt. Seinen Namen verdankte er Rin Tin Tin und gilt aufgrund seiner Einfältigkeit als Gegenstück zum Deutschen Schäferhund, der seinen eigenen Stern auf dem Walk of Fame hat.

101 Dalmatiner

Pongo und Perdita sind das Dalmatiner-Pärchen von Roger und Anita. Nach kurzer Zeit bekommen die Hunde 15 Welpen. Cruella de Vil will aus ihnen Mäntel machen und lässt die Welpen kurzerhand entführen. Doch sie hat die Rechnung ohne die Hundeeltern gemacht: Pongo und Perdita machen sich auf die Suche und befreien ihre Kinder und 84 weitere Damatiner-Welpen, die Cruella ebenfalls hat entführen lassen. So leben Roger und Anita fortan mit 101 Dalmatinern zusammen.

Disneys Klassiker aus dem Jahre 1961 basiert auf dem 1956 erschienenen Roman "Hundertundein Dalmatiner" von Dodie Smith. Darin verarbeitete sie die Erinnerungen an ihren verstorbenen Dalmatiner Pongo. Auf den 17. abendfüllenden Film der Walt Disney Studios folgte von 1997 bis 1999 noch ein Serienableger. In diesem standen aber nicht Pongo und Perdita im Vordergrund. Hier übernahmen einige der Welpen die Hauptrollen.

Idefix (Asterix und Obelix)

"Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt ... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten." Willkommen in der Welt von Asterix und Obelix, aber seien wir ganz ehrlich: Der heimliche Star ist der kleine Hund von Obelix.

Idefix begleitet die beiden taperen Gallier bei ihren Abenteuern, ist umweltfreunldich (er heult auf, wenn ein Baum gefällt wird) und weicht Obelix nicht von der Seite.

Scooby-Doo

"Scooby-Dooby-Doo, where are you? We got some work to do now." Gemeinsam mit den vier Detektiven Fred Jones, Daphne Blake, Velma Dinkley und Norville „Shaggy“ Rogers bildet die sprechende Deutsche Dogge die Mystery Inc., die geheimnisvolle Phänomene und rätselhafte Ereignisse rund um die Welt untersucht und aufdeckt. Meist stecken hinter dem Unglaublichen Kriminelle und andere Bösewichte und damit rationale Erklärungen.

Seit 1969 ermittelen Scooby-Doo und seine Freunde, ein Ende ist nicht in Sicht. Wie auch? Denn immer noch gilt: "Scooby-Dooby-Doo, where are you? We need some help from you now."

Susi & Strolch

"Schön ist die Nacht. Brava schön ist die Nacht und wir singen Bella Notte." Eine der schönsten Liebesgeschichten hat Disney mit seinem 15. abendfüllenden Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1955 geschaffen. Susi und Strolch, im Original als "Lady and the Tramp" bekannt, erzählt von einer Cocker-Spaniel-Dame aus wohl behüteten Verhältnissen und dem streunenden Mischlingshund Strolch. Trotz ihrer Unterschiede finden die beiden zusammen, helfen sich gegenseitig in ihren Notsituationen und leben am Ende glücklich bei Susis Besitzern.

Unvergessen: die Szene beim Italiener.

Capper (Cap und Capper)

Im Jahr 1981 begeisterte Disney mit Cap und Capper, dem 24. abendfüllenden Kinoklassier der Mausfabrik. Der Film erzählt die Freundschaft zweier natürlicher Feinde: dem Fuchs Cap und dem Hund Capper. Beide wachsen in ihrer Kindheit als Freunde auf, im Erwachsenenalter aber stehen sie sich als Feinde gegenüber.

Capper muss Jagd auf Cap machen, so wurde er von seinem Besitzer Amos Slade und seinem Mentor, dem alternden Jagdhund Chef, erzogen. Doch am Ende siegt die Freundschaft der beiden, den äußeren Umständen zum Trotz.

Fly und Rex (Ein Schweinchen namens Babe)

Wer kennt nicht die Worte des kleinen Schweinchen Babes: "Mäh ihr Schafe, mäh ihr Schafe, bleibt treu eurer Rasse, eurem Glauben, auch im Schlafe, auch im Schlafe, mäh ihr Schafe." Das Waisenschwein landet auf der Farm von Bauer Hoggett und wird dort von der Hündin Fly adoptiert. Da es "Schäferschwein" werden will, hilft Fly Babe. Selbst der mürrische Rex, der eigentliche Hüter der Schafe, erkennt im Laufe der Zeit, dass Babe nicht nur Talent hat, sondern die Schafe das Schwein akzeptieren.

Die australische Produktion erschien 1995 und war die filmische Umsetzung des Kinderbuchs "Schwein gehabt, Knirps!". Das Schweinchen Babe ist zwar der unangefochtene Star des Films, ohne die Hilfe und Zuneigung von Adoptivmutter Fly und Schäferhund Rex hätte Babe den Schäferhundwettbewerb aber nie gewonnen.

Jerry Lee (Mein Partner mit der kalten Schnauze)

Im Jahr 1989 begeisterte James Belushi als Polizist Mike Dooley, der Jagd auf Drogenhändler macht. Doch trotz seiner Hauptrolle war Belushi nicht der Star des Films, das war sein Partner Jerry Lee. Der eigenwillige Hund soll eigentlich nur als Drogenspürhund agieren, ist für Dooley aber viel mehr und wird nach und nach zu seinem besten Freund. Zurecht, denn ohne ihn wäre der Cop ziemlich aufgeschmissen - im Job und im Privaten.

Toto (Der Zauberer von Oz)

Von Kansas nach Oz und zurück. 1939 verzauberte Judy Garland als Dorothy die Zuschauer des Films "Der Zauberer von Oz". Nachdem ein Wirbelsturm das Mädchen in die zauberhafte Welt mit Hexen, Zauberern, Zinnmännern, Löwen und Vogelscheuchen bringt, muss sie glücklicherweise nicht alleine zurecht kommen. An ihrer Seite ist der kleine Hund Toto, der ihr Trost spendet und sie begleitet. So muss die die Abenteuer nicht alleine bestehen und beide finden zum Schluss wieder den Weg zurück nach Hause ins beschauliche Kansas.

Marley (Marley und Ich)

Owen Wilson und Jennifer Aniston, zwei Hollywood-Stars in einem Film, und trotzdem spielen sie nur die zweite und dritte Geige. Warum? Im Mittelpunkt des Films "Marley und Ich", der auf dem gleichnamigen Buch basiert, steht der Labrador-Retriever Marley.

Den holt John Grogan seiner Frau, um einen Testlauf für ein eigenes Kind zu starten. Anfangs noch ein Welpe, sorgt Marley im Laufe der Jahre immer wieder für Chaos und hält die Grogans auf Trab.

Doch je mehr Zeit vergeht, desto enger wird die Bindung der beiden zu ihrem Vierbeiner. Viele Hundebesitzer werden sich in dem Film wiederfinden, vor allem das Ende wird kaum ein Auge trocken lassen.

Bailey (Bailey - Ein Freund fürs Leben)

Was wäre, wenn Hunde mehrere Leben hätten und immer wiedergeboren werden - nur immer in anderen Hundeformen? Diese Frage ist die Ausgangslage im Film "Bailey – Ein Freund fürs Leben" aus dem Jahr 2017. Der Junge Ethan Montgomery bekommt einen Hund, den er Bailey nennt, und wächst mit ihm auf. Jahre später muss Bailey eingeschläfert werden.

Doch Bailey kommt wieder. Durch Reinkarnation durchlebt der Vierbeiner verschiedene Hundeleben und lernt unterschiedlichste Menschen kennen. Jahre später wird er von seinen neuen Besitzern vernachlässigt, er läuft davon und trifft auf seinen ersten Besitzer Ethan. Der nimmt den unbekannten Hund unter dem Namen Buddy auf. Bailey nimmt sofort wieder seine Arbeit auf und unterstützt Ethan wo er nur kann. Ob Ethan seinen alten und treuen Gefährten aus seiner Jugend wiedererkennt?

Frank (Men in Black)

Die Erde wird nicht nur von Menschen, Tieren und Pflanzen bevölkert. Auch Aliens tummeln sich seit Jahrzehnten auf dem blauen Planeten. Dank der Men in Black wissen die meisten nichts davon und alle leben friedlich miteinander.

Doch bei den Men in Black arbeiten nicht nur Will Smith und Tommy Lee Jones. Dort arbeitet auch Frank, ein Mops. Der sieht eigentlich ganz süß aus, fällt aber vor allem durch seine große Klappe und Sprüche auf. Zwischenzeitlich ist er sogar der Partner von Will Smiths Agent J. Auf Dauer war das aber keine Lösung. Wohl auch zurecht.

Buddy (Air Bud - Champion auf vier Pfoten)

Vergesst Michael Jordan! Wer ist Kobe Bryant? LeBron James? Hier kommt Buddy! Der Golden Retriever und sein bester Freund, der Junge Josh Framm, der nur schwer mit seinen Schulkameraden in Kontakt kommt, mischen gemeinsam das Schul-Basketball-Team auf und führen es von Erfolg zu Erfolg.

Die Story aus dem Jahr 1997 klingt genau so bekloppt, wie sie auch ist. Aber mit viel Herz und einem tierischen Star macht das nichts. Außer einer Menge Spaß.

(bph)
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