Paris: Autobrände zu Silvester in Frankreich: Versicherungsbetrug vermutet

Paris: Autobrände zu Silvester in Frankreich: Versicherungsbetrug vermutet

Nach einer Rekordzahl von Autobränden in der Silvesternacht geht das französische Innenministerium von zahlreichen Versicherungsbetrügen aus.

Es seien auffallend viele Autobrände in Gegenden gemeldet worden, in denen es sonst vollkommen ruhig gewesen sei, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag dem Sender France Inter. Das habe sicher auch damit zu tun, dass die Prämie für Geschädigte erhöht worden sei.

Die Behörden hatten am Neujahrsabend die Rekordzahl von 1147 ausgebrannten Autos in der Silvesternacht gemeldet. Zunächst war nur von 445 zerstörten Wagen die Rede gewesen. Bei etwa 20 Prozent der ausgebrannten Autos könnte es sich um Betrugsversuche handeln, schätzt eine Kriminalitätsbehörde.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2008 wurden in Frankreich knapp 37.000 Autos in Brand gesteckt. Brennenden Autos sind vor allem in sozial schwachen Pariser Vorstädten ein weit verbreitetes Mittel des Protests.

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