Coesfeld/Lüdinghausen: Ausstellung: Brötchentüten als Kunstobjekt

Coesfeld/Lüdinghausen: Ausstellung: Brötchentüten als Kunstobjekt

Mit mehr als 1000 Brötchentüten will das Münsterlandmuseum in Lüdinghausen die Kreativität seiner Besucher wecken. Aus weißem Pergamentpapier und etwa 30 Zentimeter hoch sind die Tüten, die kleine und große Künstler für eine Ausstellung bemalen oder beschriften sollen.

„Wer möchte, kann auch einfach nur etwas hineinsprechen”, sagte Kulturamtsleiterin Christine Sörries im Vorfeld in Coesfeld. Zwei Tage vor dem Ausstellungsbeginn am 17. Januar 2010 werden die ungewöhnlichen Kunstobjekte von jemandem eingesammelt, der sich damit auskennt: Der international bekannte Tütenkünstler „Thitz” setzt die Werke schließlich zu Installationen zusammen.

Bereits seit Mitte der 1980er Jahre malt der gebürtige Frankfurter Bilder mit oder auf Tüten. Seit mehr als zehn Jahren ist er damit international erfolgreich: Ausstellungen in London, Paris und New York werden rege besucht.

„Die Menschen können sich durch die Aktion aktiv mit dem Künstler auseinandersetzen”, sagte Sörries. „Es ist wichtig, dass das Museum ein offener Ort ist.”

Zahlreiche Schulklassen aus dem Münsterland würden die Tüten derzeit im Kunstunterricht bearbeiten. Zudem zeigt „Thitz” rund 60 eigene Werke rund um die kleinen Beutel. Die Ausstellung läuft bis zum 5. April.

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