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Hamburg: Akin wünscht sich „Alternativen zur sozialen Sackgasse”

Hamburg : Akin wünscht sich „Alternativen zur sozialen Sackgasse”

Der Filmemacher Fatih Akin (38) hat sich in seiner Jugend mehr Perspektiven erhofft. „Ich hätte mir alles Mögliche gewünscht, was eine Alternative zur sozialen Sackgasse bedeutet hätte.”

An solchen Projekten habe es in seiner Umgebung aber gefehlt, sagte Akin der Deutschen Presse-Agentur. Deswegen sei es ihm wichtig, sich für den Verein soulkids zu engagieren.

Aktuell unterstütze er mit dem Benefizprojekt „Dunk 4 Water & Soul” zusammen mit anderen Prominenten eine Basketball-Mannschaft in Hamburg. „Sport bietet eben eine Perspektive. Das hätte ich mir für die Leute, mit denen ich aufgewachsen bin, auch gewünscht. Viele hatten diese Möglichkeiten nicht und sind kriminell geworden - oder sind in ihrer sozialen Schicht einfach geblieben.”

Bei dem Benefizprojekt am 20. November treten zwei prominent besetzte Mannschaften gegeneinander an. Der Erlös des Kartenverkaufs kommt dem sozialen Sportprojekt und einem Wasserprojekt der Welthungerhilfe in Äthiopien zu Gute. Mit von der Partie sind auch Ex-Basketball-Profi Marvin Willoughby, Das Bo, Schauspieler Adam Bousdoukos und der frühere HSV-Spieler Sergej Barbarez.

Akin arbeitet seit über einem Jahr am Drehbuch zu einem neuen Dokumentarfilm. In „Kämpfernatur” geht es um das Leben und die Karriere von Boxpromoter Ahmet Öner. Boxen sei an sich eine wundervolle Sportart, aber Profiboxen sei „das Geschäft”, urteilt Akin. „Profiboxen ist die Nutte des Sports.”