Heinsberg: Nur neun Bieter bei der Auktion des Kunstvereins

Heinsberg: Nur neun Bieter bei der Auktion des Kunstvereins

Auch Warten nutzte nichts: Zehn Minuten nach Beginn der Auktion des Kunstvereins Region Heinsberg im Horster Hof in Unterbruch sahen sich Vereinsvorstand und Auktionator Norbert Schmalen gerade mal drei angemeldeten Bietern gegenüber. Später sollten es insgesamt neun werden. Und dabei galt es immerhin, insgesamt 68 Werke von 34 Künstlern zu versteigern: Zeichnungen, Gemälde, Plastiken, sogar einen von Christo und Jeanne Claude signierten Fotoband.

Krisenstimmung also schon vor dem Start: „Diese Situation ist nicht befriedigend”, betonte Beisitzer Hubert Schmitz im Vorstandskreis. „Da müssen wir sehen, wie wir in Zukunft weitermachen, welche Nischen wir bedienen oder wie wir uns anders präsentieren können.” Jetzt sei Kreativität gefordert, munterte Schmalen den Vorstand auf.

Geplant worden war die Auktion von Kassenwart Willy Lennartz mit dem Ziel, aus dem Erlös neue Ausstellungsaktivitäten des Kunstvereins finanzieren zu können. Dafür verdoppelte der Kunstverein den vom Künstler festgelegten Mindestpreis zum vorgegebenen Mindestgebot. Nach der Versteigerung sollten Verein und Künstler je die Hälfte des erzielten Auktionspreises erhalten.

„Ein paar gute Arbeiten unter die Sammler bringen”, formulierte Auktionator Schmalen sein Ziel, mit dem er trotz geringer Resonanz nach zehn Minuten Wartezeit die Auktion dennoch startete. „Hier gibt„s Unikate und nicht die 435. Edition in der gleichen Preisklasse”, pries er die ausgestellten Werke an. Es sei gar nicht so einfach gewesen, Arbeiten von den Künstlern zu bekommen für eine solche Auktion, fügte Lennartz hinzu.

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