Ehefrau und Tochter überlebten knapp: Zwölf Jahre Haft für Brandstiftung von Selgersdorf gefordert

Ehefrau und Tochter überlebten knapp : Zwölf Jahre Haft für Brandstiftung von Selgersdorf gefordert

Im Fall des mutmaßlichen Jülicher Brandstifters Paul G. fordert die Aachener Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von zwölf Jahren.

Der 52-Jährige soll wegen versuchten Mordes an seiner Tochter und seiner Ehefrau verurteilt werden, beantragte Staatsawältin Litterscheid vor der Schwurgeichtskammer am Aachener Landgericht.
Paul G. hatte Anfang Mai 2018 im Dachgeschoss seines Hofes in Selgersdorf nach langen Ehestreitigkeiten des Nachts einen Brand gelegt, der Hof brannte aus, Frau und Tochter konnten sich gerade noch aus dem Fenster retten.

Für die Staatsanwaltschaft wie für die Nebenklage, die am Mittag sogar 13 Jahre Haft gefordert hatte, war die Tat ein Mordversuch mit Heimtücke, der noch dazu einen Versicherungsbetrug möglich machen sollte.
G. hatte einen fünf Liter Benzin von außen ins Dachgeschoss geschüttet und mit einem brennenden Taschentuch entzündet.

Die Plädoyers der Verteidigung erfolgten im Anschluss. Ob noch im Lauf des Montags ein Urteil fallen wird, stand zunächst noch nicht fest.