Eifel/Essen: Zwischen Hitzetagen bringt Regen am Samstag kurze Abkühlung

Eifel/Essen : Zwischen Hitzetagen bringt Regen am Samstag kurze Abkühlung

Nach dem Spitzenwert von 38 Grad ist das Thermometer in Nordrhein-Westfalen anders als erwartet am Freitag wieder leicht gefallen. Dennoch verlangte die Hitze Menschen und Tieren zum Start ins Wochenende erneut alles ab, am Niederrhein, im Ruhrgebiet und im Kölner Stadteil Stammheim wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 36 Grad erreicht.

Am Donnerstag war Duisburg-Baerl Spitzenreiter mit 38 Grad. Der NRW-Rekordwert datiert aus dem Sommer 2003, als im Kölner Stadtteil Merkenich 39,6 Grad gemessen wurden.

Mit dem Rückgang der Temperaturen kündigt sich den Experten zufolge ein kurzzeitiger Wetterwechsel an: Am Samstag werden in ganz NRW kräftige Gewitter mit Starkregen erwartet - wo, das könne noch nicht voraus gesagt werden, hieß es. Allgemein fallen die Temperaturen im Land mit dem Regen auf rund 25 Grad. Aber schon ab Sonntag und in der neuen Woche geht es aber mit der hochsommerlichen Wärme weiter. Dann steigt das Thermometer wieder in Richtung 30-Grad-Hitze-Marke, nachdem es Donnerstag und Freitag schon Temperaturspitzen von 38 Grad und vorhergesagten bis zu 39 Grad angezeigt hatte. Zudem ist im Juli kaum Regen gefallen: Mit 16,8 Litern erreichte Düsseldorf ähnlich wie Münster kurz vor Monatsende nur knapp ein Viertel der sonst üblichen Menge, berichtete Witt.

Auch die Region um Aachen und die Eifel hat in Sachen Temperatur am Donnerstag bereits einiges durchgemacht. Der bisher heißeste Tag des Jahres 2018 wurde erreicht mit mehr als 35 Grad am frühen Nachmittag. In Roetgen-Rott und Linnich-Gevenich wurde es bis zu 36,4 Grad warm. In Monschau-Mützenich und Hellenthal-Miescheid dagegen lagen die Temperaturen „nur bei 30 Grad. Wie die Seite huertgenwaldwetter.de berichtete, soll es eine solch lange Aufeinanderreihung der Sommertage nur im August 2003 und Juli 2006 gegeben haben.

Erfrischung und für die Stadtpflanzen dringend benötigtes Wasser spenden seit Freitag zwei Wasserwerfer der Polizei in Bochum. Die 10.000-Liter-Tanks der Fahrzeuge würden immer wieder an Hydranten oder Seen aufgefüllt, hieß es. Zuvor hatte bereits Wuppertal die Bäume mit einem Wasserwerfer begossen.

In Altena im Sauerland musste die Feuerwehr am Freitag einen Waldbrand unter Kontrolle bringen, der nach wochenlanger Trockenheit an der Stadtgrenze zu Iserlohn ausgebrochen war. Bis zu 500 Einsatzkräfte hatten sich seit Donnerstag in das rund 10.000 Quadratmeter große, unzugängliche Gebiet mit steilen Hanglagen vorgekämpft, um die Flammen einzudämmen. Auch am Freitag wurde der Bereich wegen der Gefahr neu aufkommender Wurzelbrände eng bewacht und immer wieder befeuchtet.

Gewinner des Super-Sommers sind unter anderem die Freibäder: In Duisburg feiern sie Rekord-Besucherzahlen. Bis zum 24. Juli kamen nach Angaben der Stadt bereits 74.727 Besucher in die städtischen Freibäder, im gleichen Zeitraum kamen 2016 noch 15.000 Duisburger weniger an den Beckenrand.

(red/dpa)
Mehr von Aachener Nachrichten