Flugplatz Merzbrück: Zwei Verletzte bei Bruchlandung eines Doppeldeckers

Flugplatz Merzbrück : Zwei Verletzte bei Bruchlandung eines Doppeldeckers

Bei einer missglückten Landung auf dem Flugplatz Merzbrück sind am frühen Sonntagabend ein Pilot und seine Mitfliegerin verletzt worden. Ein Doppeldecker und ein Segelflugzeug wurden schwer beschädigt.

Wie Sprecher der Würselener Feuerwehr und der Polizei unserer Zeitung bestätigten, hatte das Motorflugzeug auf den letzten Metern seines Landeanfluges offenbar das abgestellte Segelflugzeug mit dem Fahrwerk gestreift. Dem Segelflieger wurde dabei ein Stück der rechten Tragfläche abgerissen.

Die laut einschlägigen Internetseiten in Merzbrück stationierte und in Österreich registrierte Motormaschine setzte anschließend hart auf die Grasfläche auf. Das Flugzeug verlor dabei sein komplettes Fahrwerk und kam auf dem Rumpf liegend zum Stillstand.

Die Insassen des Motorflugzeugs, der Pilot und eine Mitfliegerin, erlitten den Angaben nach leichte Verletzungen. Sie wurden von den herbeigerufenen Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden an den beiden schwer beschädigten Flugzeugen liegt nach Angaben einer Polizeisprecherin „mit Sicherheit im sechsstelligen Bereich“.

Zwei Personen bei missglückter Landung verletzt

Zur Unfallursache gab es auch am Montag noch keine offiziellen Angaben. Der Pilot war womöglich durch die tiefstehende Sonne geblendet worden, wie ein Mitglied eines örtlichen Luftsportvereins gegenüber unserer Redaktion erklärte. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung werde keine Untersuchung des Vorfalls einleiten, erklärte ein Sprecher der Behörde, da keine Personen schwer verletzt worden seien.

Bei dem Doppeldecker handelt es sich um einen modernen tschechischen Nachbau der deutschen Bücker „Jungmann“, eines klassischen Oldtimerflugzeugs der 1930er-Jahre. Das Segelflugzeug ist eine zweisitzige ASK-21 eines Luftsportvereins am Flugzplatz, die häufig zur Schulung eingesetzt wird.

Die Rettungskräfte wurden um 17.54 Uhr im buchstäblich letzten Tageslicht verständigt. Nach Sonnenuntergang wird Merzbrück von Flugzeugen im Sichtflug nicht mehr angeflogen, offiziell sank die Sonne am Sonntag um 17.56 Uhr unter den Horizont.

Die Feuerwehr Würselen war mit sechs Einsatzkräften vor Ort und stellte den Brandschutz sicher.

(heck)