Zwei Männer sterben bei Unfällen mit Straßenbahnen in Köln

Köln : Zwei Männer sterben bei Straßenbahnunfällen in Köln

Bei Straßenbahnunfällen am Zülpicher Platz und an der Moltkestraße in der Kölner Innenstadt sind in der Nacht zu Samstag zwei Männer tödlich verletzt worden. Beide Straßenbahnfahrer sowie mehrere Begleiter des zweiten Unfallopfers erlitten laut Polizei einen Schock.

Unfall an der Haltestelle Moltkestraße

Wie ein Sprecher der Kölner Polizei am Morgen mitteilte, stützte sich gegen 2 Uhr ein vermutlich stark alkoholisierter 55-jähriger Kölner am vorderen Waggon der KVB-Bahn an der Moltkestraße ab. Als diese in Richtung Aachener Straße losfuhr, geriet er offenbar ins Taumeln und stürzte zwischen die Wagen.

Der 49 Jahre alte Bahnfahrer bemerkte dies erst spät, sodass der Mann mehrere Meter mitgeschleift wurde - er starb noch an der Unfallstelle.

Unfall am Zülpicher Platz

Offenbar um seine Freunde auf der anderen Straßenseite auf dem schnellsten Weg zu erreichen, beabsichtige gegen 4.09 Uhr ein 24-Jähiger aus Süddeutschland am Zülpicher Platz über die Kupplung zwischen den beiden Waggons der Straßenbahn zu klettern.

In diesem Moment fuhr die Bahn los, der 24-Jährige stürzte und wurde bis zur nächsten Haltestelle am Mauritiussteinweg mitgeschleift. Auch er erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Straßenbahnfahrer und Begleiter erleiden Schock

Beide Straßenbahnfahrer sowie mehrere Begleiter des zweiten Unfallopfers erlitten laut Polizei einen Schock. Die Fahrer seien von Seelsorgern betreut, die Begleiter von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht worden. Die Straßenbahnen seien für die Ermittlungen im Straßenbahndepot beschlagnahmt worden, sagte ein Polizeisprecher.

In Köln hatte zuletzt Mitte Februar ein tödlicher Straßenbahnunfall Schlagzeilen gemacht. Dabei war ein 32 Jahre alter Mann - von Beruf Polizist - in der Karnevalszeit zwischen zwei Wagen gestürzt, überrollt und getötet worden. Der Verdacht gegen einen 44-Jährigen, den Polizisten gestoßen zu haben, hatte sich nicht erhärtet.


(red/dpa)
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