Bonn: Zukunft des Bonner Straßenstrichs weiter ungewiss

Bonn: Zukunft des Bonner Straßenstrichs weiter ungewiss

Die Zukunft der Straßenprostitution in Bonn ist weiter ungewiss. Der zuständige Kölner Regierungspräsident Jürgen Lindlar kündigte am Donnerstag eine Ausweitung des Sperrbezirks am südlichen Stadtrand und eine Verlängerung der Sperrzeiten bis in die Nacht an, falls bis zum 1. Oktober keine Lösung gefunden werde.

Vor allem weibliche Besucher und Beschäftigte der Universitätsinstitute und Unternehmen entlang des Straßenstrichs hatten sich über Belästigungen durch Freier beklagt.

Auch tagsüber hatten viele Prostituierte die Firmenparkplätze genutzt, um ihrem Gewerbe nachzugehen. Als Reaktion darauf untersagte die Stadt im vergangenen Herbst tagsüber die Prostitution in dem Areal.

Dieses Verbot soll auch weiter streng kontrolliert werden. Bis auf weiteres dürfen dort die Frauen ihre Dienste offiziell erst ab 20 Uhr anbieten.

An seinem bisherigen Standort ist der Straßenstrich seit 40 Jahren zu Hause. Die Bonner Stadtverwaltung hat inzwischen 16 alternative Standorte untersucht und keinen als geeignet befunden.

Dessen ungeachtet soll weiter nach einem „Verrichtungsgelände” für Prostituierte und Freier gesucht werden.

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