Heerlen: Zug-Chaos in Limburg: Man tappt im Dunklen

Heerlen: Zug-Chaos in Limburg: Man tappt im Dunklen

Bis auf Weiteres: keine Züge zwischen Heerlen und Maastricht. Das hat der niederländische Streckenbetreiber ProRail mitgeteilt und gleich dazugesagt, dass das eine Sicherheitsmaßnahme sei.

In den vergangenen Tagen war es immer wieder zu technischen Störungen und zum Ausfall von Zügen auf der gut frequentierten Strecke gekommen. Anfänglich hatte ProRail noch Laub auf den Schienen und die Witterung allgemein für eine Serie von Störungen, die unter anderem Signale, Weichen und Bahnübergänge nicht richtig funktionieren ließen, verantwortlich gemacht.

Nicht verantwortlich: Die Blätter

Jetzt der Rückzieher: Die Blätter, das Wetter, die werden es wohl nicht gewesen sein, hieß es am Mittwoch bei ProRail. Viel mehr wolle man nun, so hieß es weiter, in Absprache mit dem Betreiber der Züge, Veolia, den Zugverkehr bis auf Weiteres und komplett einstellen. Ändern werde sich dies erst, wenn „die Probleme ein für allemal gelöst sind”.

Die Probleme, die es zu lösen gilt, sind eine formidable Aufgabe: Auf der Strecke versagt nach Medienberichten immer wieder das Streckenführungssystem, die Züge werden also sozusagen zu Geisterzügen. Das Resultat: Bahnübergänge werden nicht geschlossen, Signale schalten nicht auf rot. So unsicher scheint noch am Mittwoch die Lage zu sein, dass Veolia eine für die Nacht angesetzte Überprüfungsfahrt kurzerhand - aus Sicherheitsgründen - wieder abblies.

Ein spezieller „Slijptrein”, ein Schleifzug, soll in der Nacht zum Donnerstag die signalübertragenden Teile der Gleise überarbeiten - in der Hoffnung, dass damit des Rätsels Lösung gefunden wird.

Für die Passagiere der vielgenutzten Heuvellandlinie, einer wichtigen Verkehrsader im Regional- und Pendlerverkehr, ist ein Busersatzverkehr eingerichtet worden.