Aachen/Düren: Züge fahren wieder nach Plan

Aachen/Düren: Züge fahren wieder nach Plan

Die Lokführer haben am Freitagmorgen um 8.30 Uhr eine zweite Warnstreikwelle gestartet. Wie bereits am Dienstag sind die Deutsche Bahn AG und ihre sechs größten privaten Konkurrenten flächendeckend bestreikt worden, wie GDL-Sprecher Stefan Mousiol am Morgen erklärte.

In der Region Aachen waren viele Strecken bis zum Ende des Warnstreiks um 11.30 Uhr durch Züge blockiert, die von den Lokführern einfach auf den Schienen abgestellt worden - unter anderem auch die Euregiobahn. Nach Angaben von Streikführer Sascha Radermacher hatten Gewerkschaftsmitglieder Bahnen auf den eingleisigen Endstücken der Euregiobahn - etwa in Alsdorf, Stolberg-Altstadt oder Eschweiler-Weisweiler - abgestellt. So wurde nicht bestreikten Bahnen ein Durchkommen unmöglich gemacht.

16 Kollegen seien im Streik gewesen - zwei mehr als am Dienstag. Auch einige Regionalbahnen fielen im Großraum Aachen komplett aus. Andere Züge verspäteten sich deutlich. Nach Angaben der Bahn gab es im Aachener Hauptbahnhof ab 15 Uhr keine Probleme mehr mit Verspätungen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will mit den Aktionen ein besseres Angebot der Arbeitgeber erzwingen und einen flächendeckenden Tarifvertrag durchsetzen.

Man habe mit dem Startbeginn um 8.30 Uhr Rücksicht auf die Pendler genommen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. „Wer das also seit dem Vorabend 18 Uhr weiß, konnte sich am Morgen drauf einstellen.” Der Streik werde aber Auswirkungen bis zum Abend haben und damit den Rückreiseverkehr für Wochenendpendler tangieren.

In dem Tarifkonflikt kämpft die GDL neben einer Entgelterhöhung vor allem für einen flächendeckenden Tarifstandard auf dem hohen Niveau der Deutschen Bahn (DB). Davon würden die Lokführer bei der DB-Konkurrenz profitieren. Die DB nennt den Arbeitskampf überzogen und kritisiert, dass die GDL ein Spiel auf dem Rücken der Kunden treibe.

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