Zu wenig Hilfsangebote für wohnungslose Frauen in NRW

Studie belegt : Zu wenig Hilfsangebote für wohnungslose Frauen in NRW

Für wohnungslose Frauen gibt es zu wenig Notübernachtungsstellen, Wohnhilfen und Beratungsangebote in Nordrhein-Westfalen.

Das belegt eine Studie der Hochschule Düsseldorf und der Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe. Am Donnerstag (11.00 Uhr) stellt die Diakonie die Ergebnisse in einem Düsseldorfer Wohnprojekt für Frauen vor.

Laut Wohnungslosenstatistik waren 2017 in NRW über 32 000 Personen wohnungslos gemeldet und damit beinahe 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Jeder dritte Betroffene ist weiblich.

Nach Erkenntnissen des NRW-Sozialministeriums erreichen die Hilfsangebote Frauen kaum, weil sie männlich dominierte Notunterkünfte scheuen. Viele schlüpfen demnach bei Bekannten unter, um ihre Notlage zu verbergen und begeben sich dabei teilweise in sexuelle Ausbeutungsverhältnisse und Gewaltsituationen.

Die Diakonie möchte zeigen, welche spezifischen Bedürfnisse wohnungslose Frauen haben und wie das Hilfssystem besser auf sie ausgerichtet werden kann.

(dpa)
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