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Nach fatalem Brand: Zoo Krefeld stellt Pläne für Artenschutzzentrum Affenpark vor

Nach fatalem Brand : Zoo Krefeld stellt Pläne für Artenschutzzentrum Affenpark vor

In der Nacht zu Neujahr 2020 brannte das Affenhaus im Zoo von Krefeld nieder. Acht Menschenaffen starben. Die überlebenden Gorillas und Schimpansen sollen künftig mehr Platz bekommen.

Fast zwei Jahre nach dem fatalen Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos stellt die Stadt am Mittwoch um 11 Uhr die Pläne für ein künftiges Artenschutzzentrum Affenpark vor. Präsentiert werden etwa die Bauabschnitte der neuen und deutlich vergrößerten Anlage. Dort sollen auch die Menschenaffen leben, die das Feuer in der Nacht zu Neujahr 2020 überlebt haben. Dazu gehören eine Gruppe von Gorillas und zwei Schimpansen.

In den Flammen des Affenhauses waren rund 50 Tiere gestorben, darunter acht Menschenaffen. Die Gorillas, Orang-Utans und ein Schimpanse waren Publikumslieblinge. Sie hatten teils seit Jahrzehnten im Zoo gelebt. Monatelang bekundeten Tierfreunde ihre Trauer. Der Zoo erhielt Spenden in Millionenhöhe. Der Stadtrat von Krefeld soll am 10. November über Neubau und Finanzierung des Artenschutzzentrums entscheiden.

Der Brand war beim Silvesterfeuerwerk durch eine auf dem Dach des Affenhauses gelandete Himmelslaterne ausgelöst worden. Verursacherinnen waren drei Frauen, die Strafbefehle wegen fahrlässiger Brandstiftung erhielten.

(dpa)