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Versorgung: Zahl der Stromausfälle im Schnitt gesunken

Versorgung : Zahl der Stromausfälle im Schnitt gesunken

Immer seltener müssen die Deutschen mit Stromausfällen rechnen. Wie die Bundesnetzagentur am Montag in Bonn mitteilte, bekamen 2020 jeder Haushalt und jede Firma durchschnittlich rund 10,73 Minuten lang keinen Strom.

Bundesweit war die Dauer der sogenannten Versorgungsunterbrechungen damit um 1,47 Minuten kürzer als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Wert seit der ersten Veröffentlichung der Zahlen durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2006. Damals summierten sich die Stromunterbrechungen im Schnitt auf etwa 21,53 Minuten.

Am längsten waren die Menschen 2020 in Rheinland-Pfalz ohne Strom – hier lag der Wert bei rund 19,5 Minuten. Am kürzesten waren die Versorgungsunterbrechungen mit etwa 8,3 Minuten in Mecklenburg-Vorpommern. In NRW gab es insgesamt ebenfalls weniger Unterbrechungen: Dort meldet die Bundesnetzagentur insgesamt 9,89 Minuten pro Jahr ohne Strom. Im Jahr 2019 lag dieser Wert leicht darüber bei 9,95. Höhepunkt in NRW war im Jahr 2017 mit 17,69 Minuten pro Jahr.

Der Präsident der Netzagentur, Jochen Homann, zeigte sich zufrieden. „Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Deutschland war im Jahr 2020 erneut sehr gut“, sagte er. „Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der nach eigenen Angaben rund 1500 Stadtwerke und Unternehmen vertritt, bezeichnete die Zahlen als gute Nachricht. „Weil der Strombedarf steigt, müssen wir künftig mehr und schneller erneuerbare Energien ausbauen – und müssen zugleich die Versorgungssicherheit stärken“, teilte Geschäftsführer Ingbert Liebing mit. Dafür brauche es Anreize für die Umrüstung und den Neubau von klimafreundlichen Anlagen und Investitionen in den Ausbau und die Digitalisierung der Stromnetze.

(red/dpa)