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Zahl der Scheidungen in NRW und Aachen/Düren geht zurück

Ende meist nach sechs Jahren : Zahl der Scheidungen geht weiter zurück

Die Zahl der Scheidungen ist in Nordrhein-Westfalen 2020 weiter zurückgegangen. Der Rückgang folgt einem landesweiten Trend seit 2008. Wie entwickeln sich die Zahlen in der Region?

Die Zahl der Scheidungen sank von 33.800 im Vorjahr auf knapp 32.600, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig ging auch die Zahl der von Scheidungen betroffenen minderjährigen Kinder zurück von 30.100 auf 29.500.

Durchschnittlich hätten die 2020 geschiedenen Paare 14,8 Jahre zusammen gebracht, bevor sie auseinandergingen, so die Statistik. Entgegen dem verbreiteten Spruch vom „verflixten siebten Jahr“ endeten am meisten Ehen bereits ein Jahr früher nach sechs Ehejahren (1687).

1590 Ehepaare zogen nach sieben Jahren den juristischen Schlussstrich. Mehr als die Hälfte der Scheidungsverfahren (52,5 Prozent) wurden 2020 von den Ehefrauen beantragt. In 13.558 Fällen ging die Initiative vom Mann aus und bei gut 1900 Scheidungen wurde der Antrag gemeinsam gestellt.

Im Kreis Heinsberg haben sich im Jahr 2020 rund 5,8 Prozent mehr Paare scheiden lassen als im Vorjahr, aber immer noch deutlich weniger als vor zehn Jahren. In der Städteregion Aachen (minus 9,3 Prozent) und dem Kreis Düren (minus 10,4 Prozent) wurden hingegen weniger Ehen geschieden.

Von den 1036 Scheidungen in der Städteregion waren 871 minderjährige Kinder betroffen. Bei 538 Scheidungen hatten die Paare keine minderjährigen Kinder. Im Dürener Kreisgebiet wurden 524 Ehen geschieden, wovon 460 minderjährige Kinder betroffen waren. Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der Scheidungen von 530 auf 561 gestiegen. 279 dieser Paare hatten keine minderjährigen Kinder, die davon betroffen waren.

(jas/dpa)