Wird Belgiens Atomausstieg verschoben?

Doel und Tihange : Verschiebt Belgien seinen Atomausstieg um 20 Jahre?

Belgien könnte 20 Jahre später als bislang geplant aus der Atomenergie aussteigen. Das berichten mehrere belgische Medien.

Der Betreiber der belgischen Kernkraftwerke, Engie Electrabel, will demnach die beiden jüngsten Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 bis zum Jahr 2045 am Netz zu lassen.

Das sei notwendig, um eine Stromknappheit zu verhindern, ist das Argument des französischen Konzerns. Ganz ohne Kernergie könne Belgien nicht „überleben“. Das Nachbarland muss bis Anfang 2020 eine entscheiden, ob die Laufzeit der beiden Reaktoren verlängert wird, sagt der Engie-Aufsichtsratsvorsitzende Jean-Pierre Clamadieu.

Die belgische Regierung hat bislang zugesagt, dass die insgesamt sieben Atomreaktoren zwischen 2022 und 2025 vom Netz gehen. Dazu gehören auch die alten Pannenreaktoren Doel 3 (seit 1982 am Netz) und Tihange 2 (seit 1983), die bis 2025 ihren Betrieb einstellen sollen.

(pa)
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