Geleen: Wirbel um drei tote Babys: Mutter vor erneuter Freilassung?

Geleen: Wirbel um drei tote Babys: Mutter vor erneuter Freilassung?

Drei Babyleichen, eine Verdächtige und viel Verwirrung: Eine Frau aus dem niederländischen Geleen, die wegen des Verdachts der dreifachen Kindstötung bereits zum zweiten Mal in Untersuchungshaft sitzt, muss möglicherweise erneut freigelassen werden.

Ihr Anwalt will noch in dieser Woche einen Antrag auf Haftaufhebung beantragen, da es weiterhin keine Hinweise dafür gebe, dass seine Mandantin die Kinder getötet habe.

Leichen im Garten

Ende August vergangenen Jahres waren auf dem Grundstück der Frau zuerst die Leiche eines Säuglings und später die zweier weiterer Babys entdeckt worden. Forensische Untersuchungen ergaben, dass es sich um leibliche Kinder der Frau handelte.

Nach der anschließenden Verhaftung der Verdächtigen im September 2010 war die Untersuchungshaft immer wieder verlängert worden, bis sie im Dezember schließlich freigelassen werden muste - aus Mangel an Beweisen.

Als überaus problematisch erwies sich für die niederländischen Strafverfolger, dass wegen des Zustands der sterblichen Überreste nicht zu ergründen war, ob die Kinder bereits tot geboren worden waren, eines natürlichen Todes starben - oder ob sie von ihrer Mutter umgebracht wurden.

Im Februar und März folgten weitere rechtsmedizinische Untersuchungen der Leichen. Sie erbrachten nun Hinweise, dass die Frau doch als Täterin in Betracht kommt. Sie wurde deshalb erneut in Untersuchungshaft genommen.

Am Dienstag ist die mittlerweile dritte Untersuchung in diesem Fall abgeschlossen worden - aus ihr geht nach Angaben des Anwalts mit keinem Wort hervor, dass seine Mandantin die Kinder getötet habe.

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