Düren/Buir: Wieder zwei schwere Unfälle auf der A4: Zehn Verletzte

Düren/Buir: Wieder zwei schwere Unfälle auf der A4: Zehn Verletzte

Schwere Unfallserie auf der Autobahn 4: Nachdem am Montag zwei Menschen beim Zusammenstoß mehrerer Lastwagen nahe Kerpen schwer verletzt worden waren, gab es im Lauf von Mittwochnachmittag und -abend erneut zwei schwere Unfälle mit insgesamt zehn Verletzten. Die Autobahn war in Richtung Köln bis zum Donnerstagvormittag voll gesperrt.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 17.10 Uhr in Richtung Köln an einer Baustelle zwischen Düren und Kerpen-Buir, vor der sich ein Stau gebildet hatte. Zwei Lastwagen und ein Auto mit Wohnanhänger rollten im Schritttempo an das Stauende heran, als ein dritter Lastwagen ungebremst auf das Gespann prallte und alle drei Fahrzeuge ineinander schob.

Kaum begann sich gegen 23.30 Uhr der Rückstau des ersten Unfalls aufzulösen, fuhr erneut ein Lastwagen auf die stehenden Fahrzeuge und schob mehrere Sattelschlepper ineinander. Foto: Ralf Roeger

Die vier Insassen des Autos wurden im Wrack eingeklemmt. Zwei Frauen im Alter von 28 und 55 Jahren wurden dabei lebensgefährlich verletzt, zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren schwer. Sie mussten von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden. Auch die beiden Fahrer der vorderen Lastwagen wurden schwer verletzt. Der Unfallverursacher, ein 38-jähriger Lkw-Fahrer, erlitt leichte Verletzungen. Die Unfallopfer wurden mit vier Rettungshubschraubern abtransportiert.

Nach Informationen der Polizei musste eine der beiden Frauen sowie eines der Kinder auf der Intensivstation behandelt werden. Akute Lebensgefahr bestand demnach am Donnerstag nicht mehr.

Am Mittwochnachmittag war beim ersten Unfall ein Auto mit Wohnwagen zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt worden. Foto: Ralf Roeger

Die Rettungs- und Aufräumarbeiten hielten bis etwa 23.30 Uhr an. Für ihre Dauer musste die Autobahn 4 in beiden Richtungen gesperrt werden, dabei staute sich der Verkehr auf bis zu zehn Kilometer Länge. Eine erste Fahrspur in Richtung Aachen wurde um 21 Uhr wieder freigegeben, gegen 23.30 Uhr gab es schließlich in beide Richtungen freie Fahrt.

Doch gerade als die Staus sich aufzulösen begannen, fuhr bei Düren erneut ein Lastwagen in das Stauende in Richtung Köln. Auch diesmal wurden die beiden davor stehenden Lkws ineinandergeschoben. In den Fahrzeugen wurden drei Menschen verletzt.

Die Autobahn musste zwischen Weisweiler und Düren ein zweites Mal voll gesperrt werden. Die Versorgung der Verletzten und die Beseitigung der Fahrzeuge und Unfallspuren dauerten die ganze Nacht. Die Sperrung konnte erst am Donnerstagvormittag gegen kurz vor 10 Uhr aufgehoben werden.

(heck)