Aachen/Jülich: Wieder ein schwerer Unfall auf A44: Warum?

Aachen/Jülich: Wieder ein schwerer Unfall auf A44: Warum?

Zwischen den Abfahrten Jülich-Ost und Titz ist auf der A 44 Richtung Düsseldorf schon wieder ein schwer Unfall passiert, dieses Mal war es ein Ferrari, der am Sonntagabend von der Autobahn abkam und in die Leitplanken raste. Schon am 17. Juni war an derselben Stelle ein Mann aus Jülich in einem Audi von der Straße abgekommen und starb.

Der Fahrer des Ferrari 360 Spider, 43 Jahre alt und ebenfalls aus Jülich, und sein zwölf Jahre alter Sohn wurden beim Unfall schwer verletzt, aber überlebten.

Im Juni hatte es bereits Spekulationen darüber gegeben, ob an der Stelle, an der die beiden Autos von der Straße abkamen, nicht eine Bodenwelle sein könnte. Die Feuerwehr verneinte das vergangenen Juni noch, doch am Montag bestätigte die Autobahnpolizei Köln, dass es in der Tat eine Bodenwelle war, die sowohl den Audi als auch den Ferrari von der Autobahn abbrachte. „Wenn man an der Stelle 120, 150 oder sogar 180 Kilometer pro Stunde fährt, spürt man die Bodenwelle zwar, aber sie ist kein Problem“, erklärte Polizeisprecher Christoph Gilles auf Anfrage unserer Zeitung. Der Ferrarifahrer jedoch hatte angegeben, mit seinem 400 PS starken Auto etwa 250 km/h schnell gewesen zu sein.

Die Autobahnpolizei sieht an dieser Stelle trotzdem keinen Handlungsbedarf, deutsche Autobahnen seien „nicht der Nürburgring und daher generell nicht für solche Geschwindigkeiten gebaut“. Der für die Instandhaltung der A 44 verantwortliche Landesbetrieb Straßenbau wird die Bodenwelle dennoch glätten. „Da die A 44 ohnehin im Moment teilsaniert wird, machen wir diese Stelle gleich mit. Die Bodenwelle wird es in zwei Wochen nicht mehr geben“, sagte Bernd Löchter vom Landesbetrieb am Montag. Als Aufforderung, ab Ende Oktober auf der A 44 wieder zu rasen, sei das aber nicht zu verstehen.

(gego)