Wetter in der Region Aachen/Düren/Heinsberg: Sommerhitze erwartet

Hitzewelle : Sommerwetter in der ganzen Region erwartet

Auf die Region Aachen kommen heiße Tage zu: Im Verlauf der Woche klettern die Temperaturen auf über 35 Grad. Ganz so heiß, wie es teilweise befürchtet wurde, wird es allerdings nicht, so Bodo Friedrich von „Eifelwetter”.

Die Windströmung habe sich in Richtung Südost gedreht und wird auch so bleiben, betont der Meteorologe. Das bringt trockene und warme Luft in die Region, aber eben keine Saharaluft. Trotzdem sprach der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Hitzewarnung aus. Vor heftigen Sommergewittern müsse man allerdings keine Angst haben, die werden ausbleiben.

Wer etwas Abkühlung sucht, der kann in die Eifel, denn dort wird es einige Grad frischer als im Aachener Becken, empfiehlt Friedrich. Auch Freibäder und Badeseen in der Region bieten sich für eine Abkühlung an.

Viele Schulen entscheiden spontan, ob es hitzefrei gibt. Das Deutsche Rote Kreuz betonte zudem, wie wichtig es aktuell ist ausreichend Wasser zu trinken und vor dem Abend nicht zuviel Sport zu machen. Bei den hohen Temperaturen in den kommenden Tagen sollten Menschen auf sich und ihre Umgebung achten.

Der Malteser Hilfsdienst weist darauf hin, dass es ab 37 Grad kritisch werde, besonders wenn es schwül sei. „Die Temperaturregelung des Körpers kann überfordert werden: Sonnenstich, Hitzschlag, Erschöpfung, Kreislaufversagen“, sagte eine Sprecherin. Senioren, Babys und chronisch Kranke seien besonders gefährdet. „Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen aufgrund der vergleichsweise geringen Körperoberfläche nur eingeschränkt möglich“, sagte Malteser-Bundesarzt Rainer Löb.

Bei älteren Menschen funktioniere die Wärmeregulierung nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. „Das Durstgefühl ist oft gestört.“ Je nach Wetterlage vor Ort wollen die Malteser an den heißen Tagen die Einsatzbereitschaft im Rettungsdienst erhöhen.

Autos können sich bei den hohen Temperaturen schnell zu tödlichen Hitzefallen für Hunde und andere Haustiere entwickeln. Darauf hat das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises am Dienstag hingewiesen. Bei einer Außentemperatur von 30 Grad werde es im Auto bereits nach rund 15 Minuten 40 Grad oder noch heißer. „Selbst bei vermeintlich geringen 20 Grad Außentemperatur werden nach etwa einer Stunde im Inneren des Wagens lebensbedrohliche 46 Grad gemessen.“ Die Veterinäre warnen daher davor, Tiere im Sommer überhaupt im Auto zu lassen. Wenn überhaupt, dann nur sehr kurz bei geöffneten Seitenscheiben und mit bereitgestelltem Wasser. Wer seinen Hund im überhitzten Auto zurücklasse, müsse mit Bußgeldern bis zu 200 Euro rechnen, hieß es weiter.

Die Gefahr von Waldbränden soll außerdem am Dienstag in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens auf die zweithöchste Stufe steigen. Dies geht aus dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes hervor. Ursache sind die erwarteten hohen Temperaturen von bis zu 37 Grad. Erst am Donnerstag sinkt die Waldbrandgefahr wieder in den meisten Regionen.

Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Landesbetriebs Wald und Holz wies darauf hin, dass von März bis Oktober im Wald ein gesetzliches Rauchverbot gilt. Auch offenes Feuer ist verboten. Besucher sollen außerdem kein Glas im Wald lassen: „Der Brennglaseffekt kann Waldbrände auslösen.“ Vorsicht auch bei Autofahrten auf Straßen, die durch Wälder führen: Immer wieder kommt es zu Waldbränden, weil glimmende Zigaretten aus dem Fenster geworfen werden.

Auch dem Rest von Deutschland heizt Hoch „Ulla“ in den kommenden Tagen ein. Am Dienstag können es entlang des Neckars oder am Oberrhein bis zu 36 Grad werden. Der Mittwoch wird diese Werte vereinzelt toppen, etwa das Rhein-Main-Gebiet. „Es kann bis zu 39 Grad warm werden, mancherorts könnte sogar die 40-Grad-Marke geknackt werden“, sagte Krüger. Der Mittwoch werde aller Voraussicht nach der bislang wärmste Tag des Jahres.

(cheb/dpa)
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