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Staatskanzlei zu Europa League in NRW: Werbeeffekt für Olympia 2032

Staatskanzlei zu Europa League in NRW : Werbeeffekt für Olympia 2032

Das Finalturnier der Europa League ist wegen Corona nach NRW verlegt worden. Eigentlich eine gute Chance für das Land, sich für seine Olympia-Bewerbung zu empfehlen. Jedoch hat die Endrunde einen Haken: Sie findet ohne Zuschauer statt.

Mit dem Finalturnier der Fußball-Europa-League in Nordrhein-Westfalen hofft die Landesregierung, auch eine Visitenkarte für die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen Spiele 2032 abgeben zu können. „Die Austragung der Europa League hat sicher auch einen Werbeeffekt für das Sportland NRW“, sagte ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei der Deutschen Presse-Agentur.

Sportliche Großereignisse stärkten das Sportland NRW, steigerten die Attraktivität des Standortes und dokumentierten die Organisations- und Innovationskraft der Städte, sagte der Sprecher. Schließlich werde damit auch „die große Sportbegeisterung“ der Menschen in NRW unterstrichen. „All diese Faktoren sprechen auch für eine mögliche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr.“

An der Finanzierung des Finalturniers ist die NRW-Landesregierung offenbar nicht beteiligt. Dem Land liege kein Antrag der UEFA oder des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf finanzielle Unterstützung der Europa League vor, sagte der Sprecher.

Die Endrunde der UEFA Europa League wurde infolge der Corona-Pandemie nach NRW verlegt. Das Finalturnier wird im August allerdings vor leeren Rängen ausgespielt. Und nicht nur die Stadien bleiben leer. Derzeit sei kein Public Viewing vorgesehen, hieß es in der Staatskanzlei. „Selbstverständlich finden die Spiele der Europa League unter strengen Auflagen zum Hygiene- und Infektionsschutz statt.“

Das Endspiel steigt am 21. August in Köln, die Halbfinals finden ebenfalls in Köln am 16. August und in Düsseldorf am 17. August statt. Jeweils ein Viertelfinale ist in den beiden Rhein-Metropolen am 10. August sowie in Duisburg und Gelsenkirchen am 11. August geplant. Auch Achtelfinal-Begegnungen, bei denen vor der Corona-Zwangspause noch kein Hinspiel ausgetragen werden konnte, werden in NRW ausgetragen.

Auch Sportmanager Michael Mronz, Begründer der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“, sieht große Sportevents in NRW positiv. „Die Austragung internationaler Großsportveranstaltungen, wie beispielsweise die zahlreichen Welt- und Europameisterschaften in den kommenden Jahren oder auch der jährliche CHIO Aachen zeigen, dass Nordrhein-Westfalen eine einzigartige Sportstätteninfrastruktur besitzt“, sagte er der dpa. Schon heute stünden 90 Prozent der der benötigten Sportstätten für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr zur Verfügung, ohne das neu gebaut werden müsse.

(dpa)